Leserbrief

Leserbrief Zu möglichen Entwicklungen der Berufsschulen

„Grottenfalsches“ Denken

Das „ Corona-Virus „ hat offensichtlich auch das Ministerium Kultur in Stuttgart erreicht und sorgt dort für Verwirrung. So erkläre ich mir das Verhalten von Frau Eisenmann - Leiterin des Amtes.

Vor einiger Zeit berichtete die FN von den Veränderungen, welche in unserem Berufschulzentrum in Bad Mergentheim, Seegartenstraße 16, stattfinden sollen. Besonders die Berufliche Schule, Abteilung Ernährung (Metzger, Bäcker) soll es in absehbarer Zeit gar nicht mehr geben. Unterricht soll irgendwo anders stattfinden! Begründung : Die Schülerzahlen würden keine rentierliche Klassenstärken mehr zulassen. Dieses Denken ist „grottenfalsch“.

Fakt ist : Egal wieviel Jugendliche einen Beruf erlernen, müssen diese einen begleitenden Schulunterricht haben. Dieser Unterrichtsort muss im Kreisgebiet der Wohnorte der Jugendlichen liegen. Nun ist der Main-Tauber-Kreis flächenmäßig einer der Größten im Ländle – mit dem Fahrrad ist das nicht zu schaffen.

Wir beklagen in der BRD einen Mangel an Fachkräften. Die Ausbildung derselben kann aber nicht zum Null-Tarif stattfinden. Mich wundert es daher schon, dass sich der Landrat und der Kreisrat nicht intensiver mit dieser Misere auseinander setzt. Dabei sitzen doch 18 Bürgermeister in diesem Gremium. Außerdem steht das Land BW tief in unserer Schuld: im „Lieblichen Taubertal“ haben wir 143 Windräder erbaut ( Stand Dez. 2019) im „Ländle“ stehen insgesamt 719 Windräder (Stand Dez. 2019).

Da haben doch Etliche ihre Hausaufgaben nicht gemacht – insbesondere die Stadtkreise. Fazit: Macht endlich „Nägel mit Köpfen“!