Leserbrief

Leserbrief Zum Vortrag von Professor Spitzer (22. März)

Ganz andere Erfahrungen gemacht

Mit Befremden las ich die Leserzuschrift von Herrn Hagelstein am 24. März in der Zeitung, die einen anderen Blickwinkel auf den Vortrag von Herrn Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer am 16. März in der Buchhandlung Rupprecht in Bad Mergentheim aufzeigte.

Bereits das Format dieses Artikels fiel mir auf, da sonst Leserzuschriften nicht mit solchen großen Überschriften versehen werden. Des Weiteren irritierten mich der polemische Stil und die unvollständige Argumentationsstruktur sowie die emotionsgeladene Sprache des Leserbriefs. Es bot sich mir das Gesamtbild einer unsachlichen und gezielt verletzenden Zuschrift. Solch eine verbale Attacke sollte meiner Meinung nach in einer Tageszeitung nichts zu suchen haben.

Außerdem vermischt Herr Hagelstein unterschiedliche Sachbereiche, nämlich Politik und Wissenschaft, indem er die aktuelle politische Situation in Deutschland ausnutzt und gegen einen einzelnen Wissenschaftler verwendet. Dabei fehlt eine argumentative Belegung seiner Sichtweise völlig.

Im Folgenden möchte ich daher hinzufügen, dass sich meine persönlichen Erfahrungen aufgrund langjähriger Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in vielen Bereichen mit den Forschungsergebnissen Professor Dr. Dr. Manfred Spitzers decken.

Beispielsweise lässt sich dazu anführen, dass Kinder, die sehr viel fernsehen oder Computer spielen, Gleichaltrigen im Sprachvermögen und dem Kommunikationsverhalten sichtbar nachstehen.

Ebenso beobachtete ich, dass diese Kinder Schwierigkeiten in sozialer Kompetenz und zudem weniger Kreativität und Ausdauer beim Spiel haben.

Diese Aufzählungen könnte man hier noch näher erläutern oder weiterführen, dies würde aber den Rahmen sprengen und weicht von meinem eigentlichen Anliegen ab: Ich empfehle allen Eltern und Personen, die für die Erziehung und Entwicklung von Kindern verantwortlich sind, dringend die Lektüren von Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer!