Leserbrief

Leserbrief Zu den aktuellen Entwicklungen in der Flüchtlingsunterbringung in Wertheim

Für die Stadt hat sich ihre Hinhaltetaktik gelohnt

Finger weg von der Polizeiakademie - ich ärgere mich, wenn ich bei der Problemlösung übergangen werde und natürlich (?) nicht gehört werde, sondern bereits "in Wochen" vor vollendeten Tatsachen gesetzt werden soll.

Denn als Anwohner am Reinhardshof bin ich direkt betroffen. Für die Stadt hat sich ihre Hinhaltetaktik gelohnt. Der Bürgermeister hat viele schöne Worte geredet, aber umgesetzt ist nichts. Und damit ist das Problem nur größer geworden.

Der Reinhardshof wird jetzt gezwungen, Verantwortung auf sich zu nehmen. Zu Konditionen, die aus der Ferne diktiert werden. Hauptsache, das Gebäude eignet sich. Ob sich der Ortsteil eignet, wird nicht geprüft. Die Probleme soll der Reinhardshof übernehmen. Und warum übernimmt der Rest der Stadt keine Verantwortung? Deren Beitrag an der Lösung des Flüchtlingsproblems ist gleich 0,0. Warum? Was hat die Stadt hinsichtlich der Jugendherberge geprüft? Warum sollen plötzlich keine Container mehr in Bestenheid stehen? Gibt es keinen weiteren Bedarf mehr? Und, wieso akzeptiert die Stadt Wertheim die Entscheidung aus Stuttgart und prüft keine juristischen Schritte? Und wie sollen die Asylsuchenden am Wochenende in die Stadt fahren, wenn es keinen öffentlichen Verkehr am Wochenende gibt? Oder ist das vielleicht gewollt?