Leserbrief

Leserbrief Zu den Kreistagsentscheidungen Grüngut und Bodenaushub

Erstaunt, ernüchtert, enttäuscht

Erstaunt, ernüchtert, enttäuscht, so darf man den Gemütszustand nach dem Lesen des Artikels über die Pläne der AWN/KWiN beschreiben, wenn man Altheimer Bürger ist.

Warum ? Weshalb? In Altheim befindet sich eine sehr gut angenommene Grüngutannahmestelle, die nun auf Betreiben der AWN/ KWiN und durch den Beschlusses des Kreisrates geschlossen werden soll. Das kann man beim besten Willen nicht nachvollziehen, zumal auf dem Altheimer Flur zwei Betonsilos errichtet wurden, sowie eine Grüngutentladefläche, die mit mindestens 300 lfm Zaun in einer Höhe von circa drei Metern abgegrenzt wurde.

Man stellt sich die Frage, ob die Damen und Herren die örtlichen Gegebenheiten überhaupt kennen und weshalb man erhebliche Investitionen tätigen muss, wenn man bestehende, funktionierende und wie im Falle Altheim – keine kleine Anlage – schließt.

Letztendlich müsste man sein Grüngut zehn Kilometer durch die Gegend kutschieren.

Warum vor allem landwirtschaftlich betriebene Grüngutlagerflächen geschlossen werden sollen und somit auch der Landwirtschaft ein Nebenerwerbs - Standbein genommen wird, ist auch nicht nachzuvollziehen.

Ein weitere Nachricht aus dem Kreistag, welche ungläubiges Kopfschütteln hervorruft, ist die Tatsache, dass die Bodenaushubkosten sich um 26 Prozent auf einen Schlag erhöhen. Das bedeutet für manchen Bauwilligen, daß man mit entsprechend notwendigen Erdarbeiten mit 1500 bis 2000 Euro an Mehrkosten, allein für Erddeponiegebühren rechnen muss.

Dieser Leserbrief ist mit der Hoffnung verbunden, dass sich das Entscheidungsgremium die ganze Sache noch einmal durch den Kopf gehen lässt.