Leserbrief

Leserbrief Zum neuen Windpark

Ein Leuchtturmprojekt?

Als wären wir durch Corona nicht schon genug belastet, jetzt droht uns ein mindestens 20-jähriger Angriff auf unsere körperliche und seelische Gesundheit. Wer am 12. März die Zeitung aufgeschlagen hat, wird über ein „Leuchtturmprojekt“ von bis zu zwölf Windkraftanlagen informiert.

Allerdings musste man genau lesen und hinschauen: Fünf der geplanten Anlagen stehen in unmittelbarer Nähe zur Gemarkungsgrenze Richtung Waldstetten. Und sieben Anlagen „krönen“ den Blick Richtung „Altheimer Grund“, mit das schönste Tal für alle Bewohner der Baugebiete „Sonnenberg“ und für die zahlreichen Wanderer und Radfahrer.

Landwirte und Jäger lamentieren jetzt schon über die bestehenden Hettinger Windräder, die von derselben Projektierergruppe gebaut wurden. Die Altheimer Anlagen sollen auf etwa 420 Metern Meereshöhe stehen und 246 Meter hoch werden.

Noch übersteigt es womöglich die Vorstellung, dass der Blick in das grüne, naturbelassene Tal durch rotierende Rotorblätter wie mit Scheibenwischern zerstückelt wird und im Takt von zwei bis drei Sekunden mit „fft-fft-fft“ die Terrasse beschallt und die ganze Nacht hindurch mit vier kräftigen roten Strahlern ins Wohn- und Schlafzimmer glotzt. Tatsächlich ein Leuchtturmprojekt! Allerdings: Gesundheit, Ruhe, Erholung, Seelenfrieden – passé. Die Waldstetter sehen jetzt schon ringsum über 50 Windkraftanlagen, eine Umzingelung mit massiver optischer Beeinträchtigung der Hauptsichtachse und vor allem mit einer bedrängenden Wirkung für die Herzen der Bewohner und der Gäste.

In Waldstetten ist keine breite Akzeptanz zu erwarten.

Liebe Initiatoren, es muss auch mal gut sein. Bekämpfen Sie Ihren Virus des Windräder-Bauens, der Ihnen zwar Geld und Wohlergehen bringt, uns aber Geld kostet (höherer Strompreis) und die körperliche und seelische Gesundheit schädigt.

Bleiben Sie also auch in Zeiten dieses Virus einfach zu Hause.