Leserbrief

Leserbrief Zu "Lehrerkollegium bekam viel Kritik..." (FN/TZ 16. Januar)

Die Eltern abstimmen lassen

Da wir in einer Demokratie leben, sollte über das neu geplante Schulkonzept abgestimmt werden.

Stimmberechtigt wären die betroffenen Eltern von Schülern der Klassen 1 bis 3 sowie die Eltern aller Kindergartenkinder.

Für die Durchführung und Überwachung einer Wahl sehe ich die Stadtverwaltung als geeignet. Bei der ersten, öffentlichen Vorstellung des neuen Schulkonzepts am 14. Januar war eindeutig festzustellen, dass von den anwesenden Eltern fast niemand die Änderung möchte.

Es ist sehr traurig, dass die betroffenen Eltern bisher kaum gehört wurden. Es wurden auch schon Verbesserungsvorschläge unterbreitet, jedoch von der Schulleitung nicht angenommen. Aus Gründen der Fairness sollte abgestimmt werden. Die Schulleitung und Lehrer befinden sich in einer moralischen Verpflichtung den Eltern und Schülern gegenüber und können nicht einfach ihr Konzept durchsetzen.

Auch die gewählten Elternvertreter für die Schulkonferenz haben nicht ihre eigene Meinung, sondern die Mehrheit der betreffenden Klasse zu vertreten. In Tauberbischofsheim wurde in der Christian-Morgenstern-Grundschule über ein neues Schulkonzept abgestimmt.

Da wurden von der Stadtverwaltung alle Familien mit Kindern angeschrieben, ob die geplante Änderung gewünscht wird oder nicht. Die Mehrheit hat sich dagegen ausgesprochen. Nicht zu verstehen ist, warum es für zwei Schulgebäude nur eine Schulleitung gibt.

Gäbe es für jedes Schulgebäude jeweils eine Schulleitung, wäre nie eine derartige Diskussion aufgekommen, die niemand wollte. Eine Änderung in zwei selbständige Schulen wäre für nahezu alle Beteiligten langfristig sinnvoll.

Außerdem können Bildungspläne des Landes auch in jedem Schulgebäude umgesetzt werden. Insbesondere Fordern und Fördern, Integration von Kindern mit Migrationshintergrund, Inklusion. . .