Leserbrief

Leserbrief Zum Leserbrief "Entwicklung verschlafen" (FN 23. Juli)

"Das ist eine welke Politik"

Ich freue mich, Herr Fahrenkrog, dass Sie Helmut Kohl erwähnen. Im Vergleich zu dem, was die Vorgängerin Ihrer Linken-Partei, die Sozialistische Einheitspartie Deutschlands, SED, hinterlassen hat, sind in den neuen Bundesländern tatsächlich blühende Landschaften entstanden. Die DDR-Bürger hatten unter Lebensgefahr die SED aus dem Sattel geworfen und den Alptraum "Sozialistisches Paradies" beendet.

Nun zu Ihrem Vorwurf, die CDU habe den Ausbau der Autobahn A 3 bei Wertheim verschlafen. Ich trage das leise vor, um Sie nicht all zu sehr aus Ihrer Ruhe aufschrecken.

Andernfalls hätten Sie bemerkt, dass seit über einem Jahr die CDU nicht mehr die Regierung in Stuttgart stellt.

Wir bräuchten dann nicht zu diskutieren, denn es wäre keine Frage, dass von den Geldern, die aus Berlin für den Straßenbau nach Baden-Württemberg fließen, auch ein Teil für den Ausbau der A 3 bei Wertheim, im Besonderen die Dertinger Steige, verwendet würde.

Herr Fahrenkrog, Ihnen ist während Ihrer Pause ebenfalls entgangen, dass der "Große Schnarcher" im Stuttgarter Verkehrsministerium sitzt.

Und am allerschlimmsten ist, Ministerpräsident Kretschmann deckt Minister Hermann, blickt in eine andere Richtung und schauspielert den Landesvater. Die Beiden haben kein Interesse am Ausbau der A 3 bei Wertheim, denn der Lkw-Verkehr, der sich bei den häufigen Staus auf der A 3 durch Dertingen und das enge Aalbachtal quält, der Lärm und die Abgase, sind weit weg von den Grünen-Wahlhochburgen.

Wie wichtig der Ausbau der A 3 an der Dertinger Steige ist, sieht man daran, dass die bergwärts führende Strecke nicht nur von zwei auf drei Spuren ausgebaut werden soll, sondern direkt auf vier.

Diese Möglichkeit verspielen Ministerpräsident Kretschmann und Verkehrsminister Hermann. Das ist keine grüne, sondern eine welke Politik.