Leserbrief

Leserbrief Zu "Burger lehnt Deponierung weiter ab" (FN, 5. August)

"Bürger, wehrt Euch"

Mit großem Interesse, verfolge ich bereits seit 2012 die Presseberichte in Sachen Lagerung des Bauschutts aus dem Kernkraftwerk Obrigheim.

Mit noch größerem Interesse habe ich die Stellungnahme unseres Bürgermeisters Roland Burger gelesen, und befürworte seine ablehnende Haltung zu diesem Thema.

Für mich als Normalbürger ist es unverständlich, dass das Land Baden-Württemberg durch das Umweltministerium mit Minister Untersteller an der Spitze so uneinsichtig sein kann, und weiter darauf beharrt, diesen, wenn auch "lückenlos" geprüften Bauschutt in Sansenhecken zu deponieren, zumal in der Untertagedeponie Friedrichshall-Heilbronn genügend Kapazität vorhanden ist.

Mit diesem Standort könnten gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Der Bauschutt (wenn auch "lückenlos geprüft) wäre an einer sicheren Stelle entsorgt. In die leerstehenden Stollen, die irgendwann sowieso verfüllt werden müssen, wird mit dem Bauschutt stabiles Material eingebracht. Die Fahrstrecke wäre kürzer. Und die Deponie Sansenhecken wird vor unnötiger Befüllung verschont. Damit dieses Ansinnen von Stuttgart nicht zum Tragen kommt, muss der mündige Bürger aufstehen und sich wehren. Deshalb geht nicht die "Verschont uns"-Bitte nach Stuttgart, sondern die klare Ansage, dass dieses Ansinnen der Umweltbehörde bei uns unter keinen Umständen infrage kommt.

Darum müssen Gemeinderat, Kreisrat, Landrat, Bürgermeister und die Bürger am gleichen Strang ziehen, um die Stuttgarter Umweltpläne zu verhindern.

Hier kann die grün-rote Stuttgarter Regierung "Politik auf Augenhöhe mit den Bürgern" voll verwirklichen. Deshalb: "Bürger, wehrt Euch."