Leserbrief

Leserbrief Zu "Wir brauchen sichtbaren Widerstand" (FN, 1.2.)

"Bekennender Populist"

Lieber Herr Grüning, Ich gebe es wirklich ungern zu, aber Sie haben recht, zumindest teilweise. Ja, ich bin ein bekennender Populist.

Das lateinische populus heißt auf Deutsch nämlich Volk und ich habe mir vorgenommen, den schweigenden und ungehörten Menschen aus dem Volk eine Stimme zu geben. Völkischer Populist ist somit eine unsinnige Doppelung, deutscher Populist wäre hingegen in Ordnung.

Dass Sie als bekennender Linker mit Ihrem Slogan "Mensch zuerst" eine Hohelied auf die Internationale singen und damit auch gleichzeitig erklären, dass Sie das Staatswesen ablehnen, wird niemanden überraschen. Sie sind ja nach wie vor ein glühender Verfechter des Kommunismus, den es leider oder Gott sei Dank nur noch in Nordkorea und Kuba gibt. Er ist weltweit gescheitert, doch das interessiert weltfremde linke Träumer natürlich nicht.

Ein Staat definiert sich als ein soziales Gebilde aus Staatsvolk, Staatsgebiet und Staatsgewalt. Mit allen drei Elementen hat Ihre Partei, lieber Herr Grüning, die größten Probleme.

Sie lehnt ein deutsches Staatsvolk ebenso ab wie Staatsgrenzen; und ihre Genossen attackieren oft genug die Polizei als Vertreter staatlicher Gewalt.

Die Linke ist somit ein Staatsfeind. Warum man die Beobachtung durch den Staatsschutz aufgehoben hat, ist mir ein Rätsel. Die ersten beiden Merkmale treffen inzwischen auch auf Ihre Freunde, die Grünen, zu, die jetzt ihre Maske als angebliche Umweltpartei mit der großflächigen Naturzerstörung durch den gigantischen Ausbau der Windmühlen für jedermann sichtbar fallen lassen musste.

Ich respektiere natürlich wie Sie auch jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit, doch jeder Mensch hat eine eigene Heimat. Dort ist er verwurzelt, dort spricht er seine Sprache und dort lebt er in seiner kulturellen Gemeinschaft.

Seit Jahrhunderten leben meine Vorfahren hier in Deutschland, mein Urgroßvater stammt übrigens aus Rottweil, und ich hoffe sehr, dass noch viele weitere Generationen meiner Familie im Land der Deutschen leben werden.

Ich lehne ein multikulturelles Völkergemisch ab, weil es keinem mehr eine Identität bietet, nicht den ursprünglich "schon länger hier Lebenden" und auch nicht den "neu Dazugekommenen".

Dadurch entsteht hochgradiger sozialer Sprengstoff, den niemand gutheißen kann.

Für ein Mahnmal auf dem Marktplatz hätte ich eine andere Idee: Es sollte den getöteten DDR-Flüchtlingen gedenken. Wie finden Sie das? Das bietet einen wesentlich jüngeren zeitgeschichtlichen Bezug.

Ich bin gespannt, welches Deutschland sich unsere Bevölkerung wünscht: ein grenzenloses, multikulturelles, identitätsfreies oder einen deutschen Nationalstaat, der diesen Namen auch verdient. Die Wahlen werden es zeigen.