Leserbrief

Lesermeinung Patientin schreibt über ihren Aufenthalt in der Rotkreuzklinik

Bedenken waren völlig unbegründet

Ich war Anfang Oktober drei Wochen im Wertheimer Krankenhaus stationär gelegen mit der Diagnose Darmverschluss. Am Anfang war ich skeptisch, und das Letzte, was ich wollte, war, im Krankenhaus zu bleiben. Ich hatte auch mit einem anderen Haus nicht nur positive Erfahrungen gemacht. Aber es nützte nichts, ein Aufenthalt war unumgänglich.

Doch es kam ganz anders. Meine Bedenken waren völlig unbegründet. Ich fühlte mich von Anfang an gut aufgehoben von der Notaufnahme angefangen bis hin zur Entlassung. Die Voruntersuchungen zur Operation liefen sehr koordiniert und zügig ab. Sämtliche Schritte wurden vonseiten der Ärzte mit mir besprochen bzw. abgesprochen. Ich konnte immer meine Wünsche und Bedenken äußern und ich wurde somit als Patient ernst genommen. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Ärzte sich Zeit für mich nahmen.

Aber auch pflegerisch wurde ich sehr kompetent, einfühlsam und sehr herzlich betreut. Ich bekam jede Hilfe und Unterstützung, die man sich vorstellen kann, sowohl von den Schwestern und Pflegern auf Station als auch im funktionellen Bereich. Es war ihnen nichts zu viel. Ich habe von keiner Schwester und keinem Pfleger jemals einen unfreundlichen Ton vernommen und wenn ich klingeln musste, egal zu welcher Uhrzeit, war innerhalb kürzester Zeit immer jemand zur Stelle. Ich denke, dass dies in Zeiten von Pflegenotstand nicht selbstverständlich ist. Und das auch nachts, wenn eine Nachtschwester bis zu 35 Patienten zu versorgen hatte und darunter auch viele frisch Operierte.

Am Anfang bekam ich nur passierte Kost und jeden Tag kam eine stets freundliche Person aus der Küche und versuchte, mein Essen dennoch so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten.

Auch als ich kurz nach der erfolgreichen Operation wieder alles essen konnte, wurde ich von der Diätberaterin optimal beraten, um meinen Gewichtsverlust wieder auszugleichen. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich mir alles wünschen, was von der Küche aus möglich war. Auch mit der Qualität des Essens war ich sehr zufrieden. Egal, in welchen Bereichen, ich habe nur freundliches Personal erlebt, vom Reinigungspersonal, den Servicekräften über die Pfleger und Schwester bis hin zu den Ärzten. Es waren oft auch Gespräche über die Erkrankung hinaus, die mich so wohl fühlen ließen.

Ich glaube nicht, dass diese Behandlung nur mir zu Teil wurde. Ich habe sie auch so bei meiner Nachbarin erlebt oder wenn ich auf Flur unterwegs war. Ich kann nur von mir sprechen, dass ich mit der Behandlung im Wertheimer Krankenhaus mehr als zufrieden war und mir die drei Wochen von allen Seiten so angenehm wie möglich gemacht wurden. Ich war nicht nur eine "Nummer", sondern eine individuelle Person, um die sich optimal gekümmert wurde.