Leserbrief

Leserbrief Zum Leserbrief "Warum wird eigentlich erst jetzt gezetert?" (FN 18. März)

Abgedroschene Frage wieder aufgefrischt

Als Dertinger Ortsbürger kann es einem mittlerweile sehr lästig vorkommen, wenn Herr Richard Diehm in seinem Leserbrief die mittlerweile abgedroschene Frage auffrischt, weshalb denn unter einer CDU-Landesregierung der Ausbau der Bundesautobahn A 3 nicht bereits in Angriff genommen wurde.

Bei aller Bescheidenheit, dass Dertingen sicher nicht der Maßstab für die Wertheimer Kommunalpolitik ist, darf ich aber dennoch darauf hinweisen, dass seit Jahren der Ausbau der BAB 3 ein Dauerthema in den Sitzungen des Dertinger Ortschaftsrates ist und sich die Bürgerinitiative nicht ohne Grund gebildet hat.

Wenn es aus Sicht von Herrn Diehm "Wichtigeres" in der Kommunalpolitik gibt, ist das seine persönliche Einschätzung. Für die Bürger in Dertingen, das immerhin ein Ortsteil von Wertheim ist, steht der Ausbau der BAB 3 in der politischen Prioritätenliste unbestritten ganz weit oben.

Was den persönlichen Seitenhieb auf Oberbürgermeister Mikulicz betrifft, unterstelle ich Herrn Diehm mit Blick auf die bevorstehende Kommunalwahl im Mai dieses Jahres, dass er sich auch nicht ganz uneigennützig zu seinem Leserbrief hat motivieren lassen.

Bei allem Verständnis für mögliche Versäumnisse hinsichtlich des Ausbaus der BAB 3 unter einer CDU-geführten Landesregierung bitte ich Herrn Diehm zur Kenntnis zu nehmen, was ich bereits im Sommer 2012 in einem Brief zur gleichen Thematik geschrieben habe, ". . . dass man beim Ausbau der Bundesautobahn A 3 offenbar in CDU- beziehungsweise CSU-geführte Landesregierungen mehr Vertrauen hat. In Dertingen hat man schmerzlich begriffen, in wen man politisch jedenfalls keine Hoffnung mehr setzen kann" (Leserbrief "Schuldzuweisungen helfen Bürgern nicht" vom 2. August 2012). Auch im März 2014 scheinen die Signale aus dem grün-roten Stuttgart offensichtlich eindeutig, dass man das Nadelöhr der BAB 3 auf baden-württembergischen Boden bewusst in Kauf nehmen wird.

Historische Schuldzuweisungen wie die von Herrn Diehm sind wenig hilfreich, wenn man bedenkt, was dieses Nadelöhr künftig nach sich ziehen wird.