Lauda / Königshofen

Leserbrief Zur Bürgermeisterwahl in Lauda-Königshofen

Zu respektvollem Umgang zurückkehren

Verfolgt man die Leserbriefe der vergangenen Tage, muss man sich verwundert die Augen reiben. Mit einer Kampagne versucht man nun, den nächsten Kandidaten zu beschädigen. Sitzt der Schmerz der ersten Runde der Bürgermeisterwahl so tief, dass man jetzt ekelhaft werden muss?

Einen Kandidaten als „Lächler“ zu diffamieren, überschreitet für mich jede Grenze des vertretbaren. Darf man dann den zweiten Kandidaten mit verbliebenen Restchancen, als „neoliberales Phlegma“ oder „Stoffel“ brandmarken? Nein, darf man nicht. Die Befürworter des Kandidaten der FB werden diese Begriffe sicherlich ebenfalls nicht als besonders schmeichelhaft empfinden. Wir sollten umgehend aufhören, mit dieser Art Auseinandersetzung und alle, die nicht der eigenen Meinung sind, als „dumme Parteigänger“ zu diffamieren und zu einem respektvollen Umgang zurückkehren.

Jugendliche und junge Erwachsene muss man zudem nicht davor warnen, sich für eine gute Sache zu engagieren. Wenn sich junge Menschen, in einer Situation, in der Solidarität gefragt ist, anderen Menschen helfen, muss man hier keine Verschwörung sehen. Es ist sehr löblich, wenn es nicht um egozentrisches Gockelgehabe geht, sondern um ein wir. Diese Menschen, die sich an der ‚Einkaufshilfe Lauda-Königshofen’ beteiligen, sind mündig genug, um zu entscheiden was sie für wen machen. Hier geht es primär um die Mitmenschen.

Zu den ganzen absurden Unterstellungen, Vorwürfen und Anfeindungen kann und muss man keine weitere Stellung beziehen. Sie sind das, was sie sind, der Versuch ein doch sehr eindeutiges Wählervotum zu negieren. Es wird mit allen Mitteln versucht, 48 Prozent der Wählerschaft so darzustellen, dass sie ja quasi zu dumm waren und diesem windigen „Lächler“ auf den Leim gegangen sind. Man selbst erkennt jedoch nicht, dass die Masche „andere für dumm“ halten“, also 48 Prozent der Wähler, gerade auf die eigene Ignoranz und Arroganz verweist.

Eines noch zur Klarstellung. Der Kandidat der FBL ist Mitglied der FDP und somit Parteikollege eines Christian Lindner. Als Parteisoldat auf der Gehaltsliste der FDP-Fraktion kann man davon ausgehen, dass er den Positionen seiner Partei auch wohlgesonnen sein dürfte. Im bisherigen Wahlkampf konnte man keine klare Distanzierung zu neo- oder ordoliberalen Positionen der Partei vernehmen. Nur so viel zum nicht sehr links-liberalen Wertekanon des Kandidaten. Es ist verwunderlich zu sehen, wer sich in Leserbriefen für diese Position stark macht.

Zeigen kann uns letztendlich nur die Zeit, weicher Kandidat der bessere Bürgermeister für unser Lauda-Königshofen ist. Zur Erinnerung: der heutige Intimfeind der SPD, Bürgermeister Thomas Maertens, war 2004 als Kandidat der SPD angetreten.

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