Lauda / Königshofen

Aufbereitungsanlage Gesprächskreis auf Initiative von Dr. Braun

Ziel gemeinsame Lösung

Archivartikel

Lauda-Königshofen.Auf Initiative des Bürgermeisters der Stadt Lauda-Königshofen, Dr. Lukas Braun, fand am Mittwochabend im Großen Sitzungssaal des Rathauses ein Gesprächskreis zur in Gerlachsheim geplanten Aufbereitungsanlage des Unternehmens Konrad Bau statt.

Anwesend waren Eleonore Seubert und Gerold Sondej von der Gerlachsheimer Bürgerinitiative, Eberhard Köhler und Christine Reutter von Konrad Bau, Michael Geier und Andreas Schäffner als Vertreter der FBL-Fraktion, Norbert Groß und Dominik Martin seitens der CDU-Fraktion, Siegfried Neumann und Ruth Römig für die SPD/FB-Fraktion sowie Bürgermeister Braun und Stadtbaumeister Tobias Blessing. Aufgrund der Corona-Pandemie war die Teilnehmerzahl begrenzt.

„Mein Ziel war es, im Nachgang zum Beschluss des Verwaltungsgerichts Stuttgart das direkte Gespräch zwischen allen Seiten zu ermöglichen, damit die Kommunikation nicht über drei Ecken läuft und Missverständnisse entstehen“, erläuterte Braun. Im Ergebnis habe er einen sehr offenen und sachlichen Austausch erlebt.

Gezeigt habe sich, dass trotz aller Unterschiede in zwei Punkten große Einigkeit herrsche. Erstens solle die Prüfung von Alternativstandorten für die an sich sinnvolle Anlage fortgesetzt werden.

Zweitens müssten in der Gerlachsheimer Ortsdurchfahrt Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung durchgeführt werden.

„Herr Köhler hat deutlich gemacht, dass Konrad Bau zwar am Standort ,Pfützenäcker’ festhält, so lange kein konkreter Alternativstandort in Sicht ist, dass das Unternehmen sich aber auch in Zukunft bereitwillig an der Suche nach einem Alternativstandort beteiligen möchte“, sagte Braun. Darüber hinaus plane Konrad Bau einen möglichen Start der Anlage am Standort Pfützenäcker in den ersten Jahren mit einer Verarbeitungsmenge von höchstens 50 000 Tonnen Bodenabfälle pro Jahr.

„Unabhängig von dem möglichen Beginn am Standort ,Pfützenäcker’ halten also alle Beteiligten an der gemeinsamen Suche nach einem Alternativstandort fest“, fasste Braun zusammen. Dieses klare Signal sei wichtig für die weiteren Gespräche der Stadt mit den übergeordneten Behörden.

Einigkeit zwischen allen Beteiligten bestehe hinsichtlich eines neuerlichen politischen Anlaufs zur Verkehrsberuhigung und -absicherung in der Ortsdurchfahrt Gerlachsheim (Würzburger Straße). Hier fordere der gesamte Gesprächskreis unter anderem eine Tempo-30-Regelung, eine Sanierung des Kurvenbereichs beim Klosterareal, ein Fußgänger- und Schulwegekonzept sowie die Prüfung von Maßnahmen zur Umleitung des Lastverkehrs.

„Wir haben trotz der unterschiedlichen Interessen der Bürgerinitiative und des Unternehmens zwei gemeinsame Arbeitsaufträge“, fasste Braun zusammen. Die Forderungen zu beiden Punkten wollten alle Beteiligten nun geschlossen gegenüber Behörden und Politik vertreten. Bei den geforderten Maßnahmen zur Absicherung der Ortsdurchfahrt werde die Stadt Lauda-Königshofen daher alle Möglichkeiten nutzen und hartnäckig bleiben. stv

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