Lauda / Königshofen

Kunst Melanie S. Hartl stellt in der Galerie „das auge“ aus / Vernissage

Witz oder Weisheit in Bildern

Archivartikel

Lauda-Königshofen.Der Kunstkreis Lauda-Königshofen präsentiert im März und April Werke von Melanie S. Hartl aus Würzburg. Eine Ur-Taubertälerin, geboren in Bad Mergentheim, wo sie auch das Deutschorden-Gymnasium besuchte, nennt sie der Kunstkreis-Vorsitzende Norbert Gleich bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste.

Schon im Gymnasium belegte die kunstinteressierte Schülerin mit Erfolg den Leistungskurs „Bildende Kunst“. Ihren Weg verfolgte sie konsequent über die Kunstschule „Stix“ in Heilbronn zum Lehramts-Studiuman der PH Heidelberg mit den Fachbereichen Bildende Kunst und Englisch, kehrte nach dem Studium ins Taubertal zurück.

Ein weiteres Kapitel in ihrem Werdegang war 2004 ein Semester in Neuseeland, wo sie sich über Fotografie, Malerei und Druckgrafik hinaus mit der Kultur der indigenen Bevölkerung, der Maori auseinandersetzte.

Ausstellungen eigener Bilder begleiteten ihren Weg bereits von der Kunstschule „Stix“ an; in ihren Bildern, sagt Gleich, „erkennt man eine ständige Weiterentwicklung, nicht nur in den Techniken, vielmehr auch in den Themen ...“ Man sollte ihre Bilder genau anschauen – Witz oder Weisheit (oder auch beides) ist darin zu entdecken. Dafür steht besonders das Bild mit dem Titel „Der Boss“ und der Zusatzerklärung, im Original ein Catull-Zitat: „aut regem aut fatuum naset oportet“ – ins Deutsche übersetzt: „Entweder man ist als König oder als Narr geboren“ (man beachte neben der Krone auch die kleinen Narrenkappen im Bild) – und „Big Brother“ zeigt nicht nur das wache Auge im tiefen Krater, es erinnert auch an das Emblem des Kunstkreises, „das auge“.

Melanie Hartls Fantasie zeigt sich nicht nur in Bildtiteln wie „Carpe Diem“ (frei übersetzt: Nutze den Tag), „Heulsuse“ oder auch „Pegasus“, auch hinter den Bezeichnungen „Ohne Titel“ verbirgt sich manche Überraschung. „Ich habe viele Ideen, aber keine Zeit dazu …“ diese Aussage zeigt sehr deutlich, wieviel Potenzial noch in dieser Künstlerin schlummert. Die Ausstellung, bei der man die Künstlerin am nächsten Sonntag (15. März) auch selbst antreffen kann, ist noch an jedem Sonntagnachmittag im März und April jeweils von 14 bis 18 Uhr zu sehen. irg

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