Lauda / Königshofen

Neu aufgelegt Neun Routen sind in der Broschüre des Tourismusverbandes zusammengefasst / Präsentation in Messelhausen

Wenn Wandern zur inneren Einkehr wird

Archivartikel

„Meditationswandern im Taubertal – Wanderwege zur inneren Einkehr“ ist Titel eines neuen Angebotes nebst Broschüre des Tourismusverbandes „Liebliches Taubertal“.

Messelhausen/Main-Tauber-Kreis. Das meditative Wanderangebot in der Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ beinhaltet insgesamt neun Routen, die zu sakralen Gebäuden oder Denkmälern führen. Speziell auch in Kirchen, Kapellen oder an Bildstöcken werden die Wanderer dazu aufgerufen, sich Zeit zu nehmen und ein wenig innezuhalten.

„Die Meditationswege sollen bewusst sowohl zur Erholung als auch zur inneren Einkehr und Besinnung beitragen“, betonte Jochen Müssig, Geschäftsführer des Tourismusverbandes „Liebliches Taubertal“, bei der offiziellen Präsentation des meditativen Wanderangebotes und der Broschüre in Messelhausen im Beisein unter anderem von Lauda-Königshofens Bürgermeister Dr. Lukas Braun.

Start an der Kirche

An der dortigen katholischen Pfarrkirche St. Burkhard startet der „Schwarze“ Augustinusweg, der zugleich einer der insgesamt neun von LT-M1 bis LT-M9 markierten Meditationswanderwege im Taubertal ist. Dieser etwas mehr als acht Kilometer lange Rundweg „LT-M 7“ führt mit dem Titel „Nur wenn du aufbrichst, findest du deinen Schatz“ ausgehend von der Kirche über die Gemarkung Vilchband und in Richtung Bowiesen durch abwechslungsreiche Landschaften wie freie Flur als auch Wälder. Parallel dazu sind auf 19 Stationen Auszüge aus den „Confessiones“ des Heiligen Augustinus sowie Kunstwerke verschiedener Künstler zu entdecken.

Am Ausgangspunkt des Augustinusweges in Messelhausen als auch der anderen acht „Meditationswanderwege“ in der Region befindet sich jeweils eine Informationstafel. Darauf sind unter anderem der Routenverlauf sowie die wesentlichen sakralen und natürlichen Höhepunkte der einzelnen Wanderungen beschrieben. Jede Tour ist, wie auch in Messelhausen, mit einem Sinnspruch versehen. „Diese Aussagen sollen auf der meditativen Wanderung ein Begleiter sein“, erklärte Müssig. Zudem liegen in manchen Kirchen und Kapellen Gästebücher aus, in denen persönliche Gedanken festgehalten werden können.

Den jeweiligen Routenverlauf, die sakralen und natürlichen Höhepunkte der einzelnen Wanderungen sowie die passenden Sinnsprüche, die zum Nachdenken anregen, sind ebenso in der Broschüre oder mit einem Klick auf die jeweilige Wanderung im Internet zu finden. Die Broschüre und die Infotafeln der Meditationswege wurden zu 50 Prozent vom europäischen Programm „Leader“ in den Kulissen Badisch-Franken und Hohenlohe-Tauber gefördert.

Müssig dankte der Stadt Lauda-Königshofen, sich mit ihren touristischen Angeboten und dem Augustinusweg in das Konzept des Tourismusverbandes „Liebliches Taubertal“ einzubringen. „Wir können uns nur so stark präsentieren, wie die beteiligten Kommunen sich engagieren“, betonte der Geschäftsführer in Bezug auch auf die weiteren Städte und Gemeinden im Verbandsgebiet.

Darüber hinaus hob er die essenziell hohe Bedeutung von Ehrenamtlichen hervor, ohne die es weder annähernd in diesem Maße Kulturangebote gäbe noch die vielen Wanderwege wie den Augustinusweg zu erhalten wären. Ebenfalls würdigte er dankend die beteiligten Kommunen sowie speziell den Verein „Freunde des Augustinusweges“ und dessen Vorsitzenden Mike Noorlander für deren Unterstützung zum Erhalt der insgesamt vier Augustinus-Rundwege.

Derzeit umfasse das Wanderwegenetz des „Lieblichen Taubertals“ rund 900 Kilometer, darunter zum Beispiel als Fernwanderstrecken den Jakobsweg zwischen Miltenberg und Rothenburg und den Panoramaweg von Rothenburg nach Freudenberg sowie etwa 30 Themenrundwege. Das Radwegenetz im „Lieblichen Taubertal“ habe insgesamt eine Länge von 2200 Kilometern.

Gut für die Seele

„Wenn Essen und Trinken schmeckt, ist dies gleichfalls gut für die Seele“, meinte Müssig in Hinblick auf das kulinarische Profil in der Region, das mitsamt Gastfreundschaft neben Landschaft, Kultur und Infrastruktur das touristische Angebot abrunde.

„Das Pilgern belebt in anderer Form das Reisen wieder“, äußerte Braun. „Es muss im Urlaub nicht zwangsläufig in den Süden oder in die Ferne gehen, sondern das Liebliche Taubertaul hat in zentraler Lage zwischen Metropolregionen sehr viele und attraktive touristische Angebote“, unterstrich der Bürgermeister besonders auch in Bezug auf das Thema Reisen in jetzigen Corona-Zeiten.

Zudem bekräftigte er die wichtige Bedeutung des Fremdenverkehrs für die Stadt Lauda-Königshofen. „Ebenso wie den Weintourismus wollen wir auch die anderen Angebote weiter ausbauen“, kündigte Braun an.

Zum Thema