Lauda / Königshofen

25. Multi-Kulti-Fest in Lauda Ein buntes und internationales Programm lockte wieder zahlreiche Gäste in die Eisenbahnerstadt

Vielleicht gibt’s doch eine Fortsetzung

Ein beeindruckendes Jubiläum, beste Stimmung und Gästezahl, allerdings Anflüge von Wehmut sowie eine vielleicht gute Nachricht gegen Ende – diese Mischung gab’s beim Multi-Kulti-Fest.

Lauda. Erneut erwies sich das Multi-Kulti-Fest in der Stadthalle Lauda als enorm rege frequentierter Besuchermagnet. Dabei wurden erneut sowohl ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Kulturprogramm als auch vielfältige internationale Spezialitäten geboten.

Kulinarische Genüsse

Kulinarische Genüsse gab es an diesem bunten Nachmittag unter anderem aus Palästina, Ägypten, Tunesien, Marokko, Vietnam, den Philippinen, Eritrea, Tansania und der Türkei. Die internationalen Gaumenfreuden wurden auch diesmal durch ein reichhaltiges Kuchenbuffet und eine Getränkeauswahl ergänzt.

Den Auftakt des umfangreichen und bunten Unterhalts- und Kulturprogramms, das abermals von Ruth Römig moderiert wurde, bildeten am Mittag eine türkische Folklore-Tanzgruppe des Alevitischen Kulturzentrums Lauda, gefolgt von TC Lauda-Königshofen mit mittelalterlichen Tänzen, rhythmischer Sportgymnastik des ETSV Lauda, einer regionalen philippinischen Tanzgruppe und eine Tanzgruppe der Schule im Taubertal unter anderem mit einem „Regentanz“ auf der berühmten Pariser Avenue des Champs-Élysées.

Eine afrikanische Trommelgruppe des Kulturvereins „Artikuss“ nebst Chris Baumann als „australischer“ Didgeridoo-Solist, Geräteturnerinnen des TV Königshofen, ein orientalisches Tanzensemble des Vereins „Artikuss“ und eine philippinische Tanzgruppe mit Bambusrohren waren im weiteren Verlauf des Nachmittags Attraktionen des Kulturrepertoires.

Multinational besetzt war die Krabbelgruppe des Mehrgenerationenhauses. Der kurdische Syrer und Sänger Hiner Ali spielte auch in diesem Jahr wieder auf seinem Saiteninstrument Saz.

Einer der wesentlichen Höhepunkte waren die mitreißenden Darbietungen eines dreiköpfigen Ensembles der bekannten Breakdance-Gruppe „Dreamscapes“ aus Würzburg unter der Leitung von Thomas Agdasch, die in diesem Jahr die Weltmeisterschaft im Breakdance gewann und mit dem Integrationspreis (zweiter Platz) in Bayern ausgezeichnet wurde.

Stimmungsvolles Finale war das Lied „Freude schöner Götterfunken“, das abschließend von Sängerin Noura Bouhra gemeinsam mit zahlreichen Aktiven des Multi-Kulti-Festes präsentiert wurde.

An kleine Gäste gedacht

Begleitend bekamen die kleinen Gäste speziell in einer Kinderecke des Vereins „Hilfe für Kinder in Not“ beim Schminken, Malen, Basteln und Erstellen von Tatoos kurzweilige Unterhaltung. Zudem informierte die regionale Amnesty-International-Gruppe über Aktivitäten, Aktionen und Unterschriftensammlungen. Wie immer, kommt der Erlös des Festes in voller Höhe den Projekten des Vereins „Hilfe für Kinder in Not“ Lauda für seine aktuellen Projekte in Tansania, Elfenbeinküste und auf den Philippinen zugute.

Das Vereinsteam mit Initiatorin und Hauptorganisatorin Barbara Kerschkowsky durfte einerseits heuer das beeindruckende 25-jährige Jubiläum des Multi-Kulti-Festes in Lauda feiern., das von Beginn an stets am 3. Oktober („Tag der Deutschen Einheit“) präsentiert wurde. Andrerseits herrschten auch Spuren von Wehmut, denn nach 25 Jahren ist für Kerschkowsky und dem Organisationsteam Schluss als Veranstalter des äußerst beliebten Festes, dem damit das „Aus“ droht.

Kerschkowsky, die sich weiterhin als dessen Vorsitzende für den Verein „Hilfe für Kinder in Not“ engagiert, dankte sowohl allen Akteuren und Helfern vor oder hinter den Kulissen für ihr hohes Engagement als auch den sehr vielen treuen Besuchern, die Jahr für Jahr bei dem multikulturellen Fest in Lauda dabei waren.

Und dann hatte sie gegen Ende des Jubiläumsfestes bei allem Hauch von Wehmut noch eine vielleicht sehr erfreuliche Nachricht zu bieten, denn womöglich findet das Multi-Kulti-Fest in Lauda doch auch künftig eine Fortsetzung durch ein junges, multinationales Nachwuchsteam als Nachfolger.

„Wir werden in den nächsten Wochen das Weitere besprechen, ob und wie es eventuell weitergehen könnte“, berichtete Barbara Kerschkowsky über diesen „Hoffnungsstreifen am Horizont“.

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