Lauda / Königshofen

Geburtstag Der Unternehmer Alfons Hauck wird 95 / Träger des Bundesverdienstkreuzes

Vielfältiges Engagement

Königshofen/Assamstadt.Speziellen Jahrestag mit besonderem Gemälde veredelt: Seit Herbst 2013 gibt es das Haus St. Wendelin in Assamstadt, eine kleine Pflegeeinrichtung des Saarländischen Schwesternverbandes in einem Neubaugebiet in der Nähe des Ortskerns. Und seit gut vier Jahren gehört inzwischen einer zum Kreis der insgesamt 36 Senioren innerhalb der drei Wohngruppen: Alfons Hauck, von dem nun seit einiger Zeit eine eigens angefertigte Ansicht des Gesamtkomplexes den gerne genutzten Aufenthaltsraum ziert.

Der am 9. November 1924 geborene Ur-Königshöfer, in der Messestadt selbst und auch weit darüber hinaus immer noch ein Begriff, der somit an diesem Samstag seinen 95. Geburtstag in voller geistiger Frische feiert, ließ nämlich unlängst aus Anlass des inzwischen sechsjährigen Bestehens des Zentrums seiner künstlerischen Ader mal wieder freien Lauf. „Ich hab’ mich bei dem zuletzt ja durchweg schönen Wetter und den angenehmen Temperaturen einfach draußen hingesetzt und mein jetziges Zuhause mit den mir gegebenen Möglichkeiten gemalt“, erklärt der einstige erfolgreiche Unternehmer, der sich freut, dass sein „Werk“ so viel Anklang und damit einen exponierten Platz im Mittelteil des Gebäudes fand.

Seine Art, auf jeden ohne Vorurteile offen zuzugehen und sich persönlich in vielfältiger Weise einzubringen, behielt Alfons Hauck somit auch in seiner jetzigen Umgebung in Assamstadt bei. In Königshofen, wo der gelernte Buchdrucker nach kleinsten Anfängen ab 1952 schließlich 1965 den Aquarell-Verlag gründete, konzentriert ab 1978 in einem neuen Druckerei- und Verlagsdomizil im Gewerbegebiet „Wöllerspfad“, schätzte man stets sein ehrenamtliches Engagement, gewürdigt durch zahlreiche Auszeichnungen.

Seit 2000 endgültig im Ruhestand, bedeutete dies danach noch mehr Raum für seine Hobbys, sei es das Fotografieren, das Sammeln von Mineralien, das Kartografieren und Beobachten von Schmetterlingen sowie besonders die regelmäßige Pflege des Alpengartens mit Gebirgsblumen, ehe er zuletzt das Malen von Ikonen als Ruhepol erkannte.

Zeit seines Lebens hatte sich Alfons Hauck jedoch darüber hinaus für alle möglichen Aufgaben zur Verfügung gestellt: 27 Jahre gehörte er dem Gemeinderat an, davon 15 Jahre als stellvertretender Bürgermeister, saß im Kreistag, mischte mehr als zwei Jahrzehnte als Mitglied im Messeausschuss mit, hatte lange Sitz plus Stimme im Verwaltungsrat der Sparkasse (danach Beirat) und engagierte sich für 13 Jahre als Arbeitgebervertreter bei der AOK.

Der ehemalige Schöffe am Amtsgericht Tauberbischofsheim und am Verwaltungsgericht Stuttgart setzte auch jeweils achtjährige Akzente als Vorsitzender des Gewerbe- und Industrieverbandes Königshofen sowie des Gesangvereines Eintracht, während er nicht zu vergessen darüber hinaus als Mitbegründer des örtlichen Vogel- und Naturschutzvereines sowie des Heimat- und Kulturvereines Phönix 1980 in der Messestadt fungierte.

Logisch somit, dass im Laufe der Dekaden verschiedene Ehrungen nicht ausblieben, so beispielsweise in der CDU und später Senioren-Union oder bei der lokalen Kolpingfamilie. Die Krönung für den nunmehr 95-Jährigen, der zudem in einem weiteren Dutzend von kulturellen und gemeinnützigen Vereinen beziehungsweise Verbänden auf der jeweiligen Mitgliedsliste stand, bildete aber – wie er mit sichtlichem Stolz vermerkte – zweifellos 1993 die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Zum Geburtstag des früheren Unternehmers, der im wahrsten Sinne des Wortes eine ganze Menge unternahm, gratulieren sicherlich viele vor Ort in Assamstadt, postalisch oder telefonisch; auch die Fränkischen Nachrichten schließen sich den zahlreichen Glückwünschen gerne an. bix

Zum Thema