Lauda / Königshofen

Königshöfer Bürgergespräch Zahlreiche Einwohner nutzten das Angebot der fünf örtlichen Stadträte

Viele Themen erörtert, manches auch angeprangert

Archivartikel

Königshofen.Die Königshöfer Stadträte Jörg Aeckerle, Herbert Bieber, Anja Günther, Ulrich Stier und Reinhard Vollmer hatten zum Bürgergespräch aufgerufen – und wieder kam eine stattliche Anzahl kommunalpolitisch interessierter Einwohner.

Nach der Begrüßung durch Stadtrat Herbert Bieber informierten die Mandatsträger über durchgeführte oder geplante Vorhaben. So dürfe sich die Königshöfer Feuerwehr über ein neues Löschfahrzeug freuen. Auch im öffentlichen Nahverkehr gebe es Neuerungen. So gebe es mit dem neuen Fahrplan eine stündliche Bahnverbindung zwischen Lauda und Osterburken. In Königshofen würden Züge in Richtung Osterburken wegen des fehlenden Bahnsteiges vorerst nicht halten. Geplant sei, die Bahnstationen Königshofen und Gerlachsheim zu erneuern. Durch den Taktverkehr würden jedoch die Schließzeiten der beiden Bahnübergänge in Königshofen verlängert.

Die Sanierungsgebiete Hexenstock und Eisenbahnstraße seien ab 2020 am Laufen. Des weiteren sollen die Tauber-Franken-Halle und der Kindergarten in das Sanierungsgebiet aufgenommen werden. Auch die Spielplätze „Elsternweg“ und „Eichhornweg“ sollten 2020 renoviert und aufgewertet werden. Auf dem Friedhof solle ein Urnengemeinschaftsgrab entstehen und die schlechten Graswege und kaputten Platten auf den befestigten Wegen hätten eine Erneuerung nötig.

Die Öffnungszeiten der Verwaltungsstelle Königshofen wurden angesprochen und die Bürger wurden aufgefordert, das Angebot besser zu nutzen.

Natürlich war der Kindergarten St. Josef wieder Diskussionsthema, wobei der fehlende Brandschutz als auch der geplante Neubau erörtert wurden. Die Ergebnisse der Verkehrsmessungsgeräte werden noch bekannt gegeben. Zum geplanten Altenwohnheim gab Stadtrat Aeckerle zur Auskunft, dass die Bauunterlagen bei der zuständigen Behörde zur Genehmigung lägen.

Der neue Stadtrat Förster Ulrich Stier, gab einen Bericht zum Waldbestand, Erklärungen zum Hiebsatz, Errechnung des Hiebsatzes und zur Durchforstung im Königshöfer Wald. Anschließend entwickelte sich eine kontroverse Diskussion, die mit dem Ergebnis endete, dass man im Frühjahr oder Sommer eine Begehung für alle Waldinteressierten plant.

Dass in der Kirchstraße die Spielstraße zur 20-km/h-Zone umfunktioniert wurde, begrüßten die Bürger. Allerdings könnten sie nicht nachvollziehen, dass der Straßenabschnitt vor dem Kindergarten keine Spielstraße mehr sei. Man fordere einen Rückbau. Außerdem seien die Pflastersteine im gesamten Bereich lose.

Die Bürger fragten sich auch, warum die Bahnunterführung in Lauda so teuer werde, ob Kosten und Nutzen noch im Verhältnis stünden und was wohl mit dem „Hollerbach Gelände“ in der Antoniusstraße passiere.

Schon seit Jahren fordern die Königshöfer Anwohner eine Geschwindigkeitsreduzierung an der südlichen Ortseinfahrt/Ausfahrt. Die Verkehrsbehörde in Tauberbischofsheim sollte wiederum eingeschaltet werden.

Ein Bürger regte an, ob die Ampel am Ortseingang technisch nicht so umfunktioniert werden kann, dass sie automatisch auf Rot umschalte, wenn heranfahrende Autos zu schnell fahren. Angeblich gäbe es in Frankreich derartige Anlagen. Nach zwei Stunden konstruktiver Diskussion und regem Meinungsaustausch schloss Herbert Bieber die Bürgersprechstunde mit dem Versprechen, im Sommer 2020 eine weitere folgen zu lassen. pm

Zum Thema