Lauda / Königshofen

Leserbrief Zu den Heckfelder Windrädern

„Verheerender Eingriff in die Natur bleibt“

Mühselig, wie die Herren Segeritz und Sauer versuchen, den Bau der Windkraftanlagen im Wald von Heckfeld zu rechtfertigen und versuchen zu erklären, dass der alte Bürgermeister Maertens Schuld daran ist, dass so viele Windräder rings um Heckfeld stehen.

Fakt ist doch, dass die windhöfigen Höhenzüge rund um Heckfeld sich auch für die anderen umliegenden Gemeinden angeboten haben, dort ihre Windräder zu errichten. Das hat nichts mit einer Verhinderungspolitik des alten Bürgermeisters zu tun, sondern ist rein geografisch und wirtschaftlich zu erklären.

Obwohl die Mehrheit der Lauda-Königshöfer Bürger den Bau von Windkraftanlagen ablehnt, mussten wir als Gemeinderat gemäß den Vorgaben der damaligen grün-roten Landesregierung Flächen für den Bau von Windrädern ausweisen.

Somit stimme ich den beiden Gemeinderäten zu, die den Bau der drei Windräder im Heckfelder Wald als „siebten Akt des Dramas“ bezeichnen.

Leidtragend sind sowohl die Heckfelder Bürger, weil ihnen ein idyllisches Plätzchen genommen wird , als auch die dortige Natur, weil einige Hektar Wald den Windrädern zum Opfer fallen.

Da erscheint doch der gut gemeinte Vorschlag von Tobias Sauer und Hubert Segeritz, die Pachtgelder für gewisse Maßnahmen dem Stadtteil Heckfeld zukommen zu lassen, recht billig. Man könnte bei deren Argumentation fast den Eindruck gewinnen, die Bürger sollen mit den Zuwendungen abgespeist werden, damit Sie nicht auf die Barrikaden gehen; also in diesem Sinne des „Dramas achter Akt“!

Eines ist jedoch klar, ein verheerender Eingriff in die Natur bleibt. Schade!

Meiner Meinung nach sollten daher alle Fraktionen ihr Augenmerk auf mögliche Ausgleichsmaßnahmen für den zerstörten Lebensraum legen und die künftigen Pachteinnahmen für Biotope und deren Vernetzung verwenden. Die Stadt besitzt heute schon ausreichend Flächen, um künftig einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten.

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