Lauda / Königshofen

Tipps Wie man seine grüne Oase zu einem sicheren Ort für Mensch und Tier macht / Selbst Regentonnen sind ein Risikofaktor

Verborgene Gefahren im Garten

Archivartikel

Ein eigener Garten ist Goldes wert, vor allem auch in Corona-Zeiten. Allerdings sollte er keine Gefahrenquelle sein – weder für Kinder noch für Tiere.

Main-Tauber-Kreis. Ein eigener Garten bietet Erholung und Entspannung für Groß und Klein. Insekten, Vögel, kleine Wild- sowie Haustiere genießen die grüne Oase genauso.

Dabei gibt es in Gärten zahlreiche Gefahrenquellen, derer man sich überhaupt nicht bewusst ist. Vor allem offene Wasserstellen, die das zum Gießen notwendige Regenwasser speichern, sind für Kinder und Tiere sehr riskant.

Angelegte Teiche sollten im Bereich eines flach auslaufenden Ufers mit rauer und griffiger Oberfläche gestaltet werden. Über Holzbretter, die man als Ausstiegshilfe ins Wasser legt, können sich in den Teich gefallene Tiere wieder in Sicherheit bringen.

Treppenstufen bauen

Auch bei Wassertrögen ist es wichtig, den hineingestürzten Tieren Ausstiegshilfen anzubieten. Hier kann man an einer Ecke des Troges aus Mauersteinen Treppenstufen bauen, die den Tieren das Hochklettern ermöglichen.

Für Zierbrunnen gibt es Abdeckungen aus feinmaschigem, stabilem Material. Ferner sind auch Brunnen erhältlich, bei denen die Aussparungen für den Auffangbehälter so genau gearbeitet sind, dass weder Menschen noch Tiere durch gefährliche Öffnungen ins Wasser fallen können.

Schwimmbecken im eigenen Garten sind sehr beliebt, können aber in unbewachten Momenten zur Todesfalle für Kleinkinder und Tiere werden. Ein verantwortungsbewusster Poolbesitzer kennt viele Möglichkeiten, sein Becken zu sichern. Es gibt Sicherheitsplanen, horizontale Rollläden, verschiebbare Terrassen, abschließbare Schiebeabdeckungen, Wasseralarm und vieles mehr.

Regentonnen sind zwar nützliche Behälter, um darin Gießwasser aufzufangen, sollten aber über eine spezielle Halterung abgesichert werden. Ein locker aufgelegter Deckel, den man mit einem Stein beschwert, genügt nicht. Befestigungen lassen sich am Tonnenrand anbringen, die den Deckel am Wegrutschen hindern.

Sollte keine Abdeckung vorhanden sein, kann man einen dicken Ast oder Stock in die Tonne stellen, damit vor allem Tiere daran hochkriechen können. Für Kinder sollte es im Garten keine Möglichkeit geben, an der Tonne hochzuklettern.

Natürliche Dünger einsetzen

Eine weitere Gefahrenquelle ist verstecktes Gift im Garten. Es verbirgt sich im Dünger, in Pestiziden und in Schädlingsfallen. Aber man kann auch natürliche Mittel einsetzen, um Pflanzen zu schützen und dabei die Gesundheit von Mensch und Tier nicht zu gefährden. Insektenhotels locken zum Beispiel Nützlinge im Garten an. Schneckenzäune und Netze halten Schnecken fern. Natürliche Dünger entlasten dazu noch die Umwelt. Benutzt man trotzdem chemische Mittel im Garten, müssen sie stets in abgeschlossenen Räumen aufbewahrt werden.

Eine weitere Gefahr, die man in fast jedem Garten finden kann, geht von den Giftpflanzen aus – zum Beispiel Efeu, Goldregen, Oleander, Rhododendron, Buchsbaum oder Eibe. ed

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