Lauda / Königshofen

Leserbrief Zu „Lustiges Bäumepflanzen“ (FN, 18. November)

„Unternehmen sind das Fundament unseres Wohlstands“

Sehr geehrter Herr Seubert, in Ihren Leserbriefen überschreiten Sie nach unserer Auffassung häufig die Grenzen einer sachlichen Auseinandersetzung. So auch ihr Leserbrief, veröffentlicht am 18. November mit der Überschrift „Lustiges Bäumepflanzen“.

Der Leserbrief zeigt auf ungewöhnlich deutliche Weise die Geringschätzung eines Wirtschaftsunternehmens am Ort, das 130 Arbeitnehmer beschäftigt. Er unterstellt in polemischer Art und Weise eine Vetternwirtschaft zwischen Bauunternehmen und Stadtverwaltung.

Gefährlich ist hier die Selbstüberschätzung bei Ihrer vermeintlichen Meinungsführerschaft und die Überheblichkeit, politisch Andersdenkende zu ignorieren. Ihre Bemerkungen unterstellen, dass Wirtschaftsunternehmen grundsätzlich korrupt sind. Des Weiteren vertreten sie auch die Ansicht, dass die Stadtverwaltung mit dem Bürgermeister an der Spitze diese korrupten Machenschaften ermöglicht und es Stadträte gibt, die Steigbügelhalter des verkommenen Systems sind.

Wir meinen, dass die Firma Konrad-Bau ein wertvolles mittelständisches Unternehmen ist, welches es schafft, den 130 Mitarbeitern am Standort Gerlachsheim einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Die Aufträge hierfür muss man erst mal am umkämpften Markt auftun, was gerade in Zeiten rückläufiger Konjunktur eine große Herausforderung ist. Das Unternehmen geht mit diesem von Ihnen bekämpften Problemprojekt einer Forderung der Umweltbehörden nach, untersucht Aushub, ordnet das Material passgenau den richtigen Adressaten zu und muss dies auch noch in einem für sich wirtschaftlich vertretbaren Maße tun.

Im Hinblick auf eine häufig unsichere Zukunft gar kein einfaches Unterfangen. Die hohen Investitionskosten müssen sich über Jahre tragen und die Kunden müssen bereit sein, diese zu bezahlen. Es gilt also der Grundsatz, Wettbewerbsfähigkeit herzustellen.

Die Lindenstraße wurde sehr schön von diesem in Gerlachsheim ansässigen Unternehmen hergestellt und ist deshalb auch Wert, eingeweiht zu werden. Das ist guter Brauch und sollte so beibehalten werden. Im Gegensatz zu Ihnen sind wir beispielsweise der Meinung, dass in der Amtszeit von Bürgermeister Thomas Maertens der Gemeinderat und die Verwaltung eine sehr gute Politik für Lauda-Königshofen umgesetzt haben und auch vieles bewegt wurde.

Noch vor wenigen Jahren wurde das auch von allen Gruppierungen so gesehen. Die niedrige Verschuldung und der enorme Durchsatz an Investitionsprojekten innerhalb der Verwaltung zeigen dies eindrucksvoll anhand von Kennzahlen.

Mehrere Gerichte haben gesprochen. Der Petitionsausschuss war vor Ort. Alle demokratischen Register wurden gezogen. Auch, wenn Sie sich als Teilnehmer eines heiligen Kreuzzugs von Mühseligen und Beladenen gerne sehen, ist es trotzdem keine Auseinandersetzung „Gut gegen Böse“. Nein! Letztendlich ist es ein ganz normales Unternehmensprojekt, zu dem das Unternehmen von Amtswegen aufgefordert wurde und dieser gesetzlichen Anforderung nun nachkommt.

Dies passiert in der Stadt manchmal und viele hunderttausendmal in Deutschland jeden Tag. Die Stadt und der Landkreis haben die Aufgabe, möglichst Lösungen zu suchen, um einen erträglichen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessensgruppen herbeizuführen. Dies ist auch immer wieder gut gelungen. Versuchen Sie, die Ortsdurchfahrt für Schwerlastverkehr mit einem intelligenten Verkehrsleitkonzep begrenzen zu lassen.

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