Lauda / Königshofen

„Weihnachtsplätzchen“-Konzert Verschiedene Jahrgangsstufen des Martin-Schleyer-Gymnasiums in Lauda zeigten ihr Können

Tolle Solisten und Ensembles

Archivartikel

Lauda.Die Adventszeit als Zeit der Besinnung? Viele Erwachsene im Berufsleben, aber gerade auch Schüler, empfinden diese vorweihnachtliche Zeit eher als sehr stressig. In der Schule werden die letzten Klausuren geschrieben, da bereits Ende Januar die Halbjahresinformationen anstehen. Nur die letzte Schulwoche vor den Weihnachtsferien bleibt generell klassenarbeitsfrei.

Dann ist Zeit für das alljährliche „Weihnachtsplätzchen“-Konzert des Martin-Schleyer-Gymnasiums mit kleinem Weihnachtsbasar in Lauda. Geschenkte Zeit, die es zu genießen galt, wirkten doch alle musikalischen Ensembles der Schule mit. Ein großer Genuss für Augen und Ohren nicht nur der überaus zahlreich in der Aula des Gymnasiums erschienenen Eltern, Großeltern, Geschwister, Freunde und Lehrer aller Mitwirkenden.

Die Schüler der Streicherklassen fünf und sechs, eine Kooperation mit der Musikschule (E. Tempel, M. Huber, S. Ultes), eröffneten den festlichen Reigen mit weihnachtlichen Weisen. Mit „Alle Jahre wieder“ beispielsweise durften sie ihr schon beachtliches Niveau nach eineinhalb oder nur einem halben Jahr Proben darbieten.

Wohin weitere Jahre des Übens führen können, zeigte die ausdrucksstarke Darbietung von einem Auszug aus Dvoráks 9. Sinfonie „ Aus der Neuen Welt“ durch das Orchester (T. Schmid).

Die Stimme als vornehmstes Instrument, begleitet vom Orchester, brachten danach zwei Ensembles der Unterstufe gekonnt zum Klingen: die „Chorellos“ und die „Gesangsklasse“, unter der Leitung von C. Heidrich. Bei Händels „Tochter Zion“ und dem im Ursprung französischen Weihnachtslied „Hört der Engel helle Lieder“ kamen die hellen, klaren Kinderstimmen ganz besonders gut zum Tragen. Der beschwingte Vortrag des Stückes „Weihnachtsmarkt“ (L. Maierhofer) durch die Chorellos war ein weiterer gelungener Beitrag zu dem Konzertabend.

Hannah Behringer (6b) zeigte im Anschluss mit dem gekonnten Vorlesen einer Weihnachtsgeschichte, wie wunderbar Zuhören sein kann. Zwei englische Weihnachtslieder brachte das große Ensemble des Lehrer-Schüler-Elternchores und Mittel- Oberstufenchores (S. Ultes) zum Vortrag. Die nicht nur an Zahl gewachsenen Männerstimmen ermöglichten etwa bei dem leicht jazzigen „Mary, Did You Know“ (M. Lowry) einen sehr überzeugenden Auftritt der Chöre.

Auch die nachfolgende „Gesangsklasse“, darunter drei junge Solisten, überzeugte mit zwei englischen Liedern, inklusive einer mitreißenden Choreographie bei „Child of God“. „Da hätte man am liebsten gleich mitgeschnipst“, meinte begeistert Anna Sazinger (Jahrgangsstufe 1), die zusammen mit Katirina Sibin (11b) und mit großer Empathie für die jungen Künstler durch das Programm des Abends führte.

Souveräner Auftritt

Wie souverän bereits einzelne Schülerinnen ihren solistischen Auftritt meistern, zeigte etwa Christina Neuper (Jahrgangsstufe 1), Mitglied im fünfstündigen Musikkurs, mit dem hervorragenden Vortrag des zweiten Satzes (Cantabile) von Vivaldis berühmten „Il Gardellino“ auf der Querflöte. Man glaubte förmlich den Distelfink zwitschern zu hören.

Mit der Darbietung des legendären Songs „Hymn“ von Barclay James Harvest durch den Musikkurs von F. Schulz-Thierbach, zeigte sich, dass sogar „einfache“ Musikkurse Großartiges zu leisten vermögen, zumal wenn einige Schüler auch in anderen musikalischen Ensembles in und außerhalb der Schule aktiv sind. Dies gilt so auch für die beiden überragenden Gesangssolistinnen des Abends, Maylin Brenner (11b) und Cristin Leber (11d), die im Duett Elton Johns „Can you feel the love tonight“ aus dem Musical „König der Löwen“ vortrugen.

Zum Schluss einer wunderbaren Einstimmung in die weihnachtlichen Festtage spielte die Big Band unter der Leitung von Bernd Ketterl, professionell drei Weihnachtsklassiker. Darunter auch das lateinamerikanische „Feliz Navidad“ ( P. Blair), inzwischen ein weltweiter Klassiker. Und so war wie in einer „Tüte Weihnachtsplätzchen“ bei diesem Konzert für jeden Geschmack etwas dabei.

Dieses so zahlreich besuchte Konzert mit seinem vielfältigen Programm sei, so der Schulleiter Dr. Gernert in seinem Dank an alle Beteiligten, ein Hinweis auf die große Leistungsfähigkeit der Schüler und der Musikfachschaft des Martin-Schleyer-Gymnasiums: „Das sind wir, das sind unsere Musiker, das ist unser MSG.“ msg/adh

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