Lauda / Königshofen

Digitaler Wandel In Lauda-Königshofen gibt es am 10. November einen Online-Bürgerdialog

Themen- und Ideensammlung startet am Dienstag

Archivartikel

Lauda-Königshofen.Eine Befragung zum digitalen Wandel hat in Lauda-Königshofen online und per Papierfragenbogen über den Sommer stattgefunden. Die gute Resonanz und rege Teilnahme verdeutlicht die Bedeutung des Themas für die Bürger. Nun soll der „Digitaldialog“ in Form einer Online-Veranstaltung am 10. November fortgesetzt werden. Die Themen- und Ideensammlung hat bereits begonnen.

Durch den digitalen Wandel entstehen gerade für den ländlichen Raum neue Chancen, aber auch Herausforderungen. Die aktuelle gesellschaftliche Situation führt einem nochmals im Besonderen die Bedeutung für das öffentliche und private Leben vor Augen. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie zeigt sich, wie wichtig und hilfreich die Digitalisierung nicht nur für eine Kommunikation auf Distanz ist. Bankgeschäfte, Einkaufen oder Reisebuchungen im Internet zu erledigen, die Nutzung sozialer Medien und zahlreicher weiterer digitaler Anwendungen sind für viele schon seit Jahren normal und in die Alltagsroutine übergegangen.

Die momentane Situation und auch die Entwicklungen in den zurückliegenden Monaten wirken hier jedoch nochmals wie ein Beschleuniger für den digitalen Wandel, dem man sich nun immer schwerer entziehen kann. Schulaufgaben per E-Mail, Online-Unterricht und Vorlesungen, Home-Office, die Arbeitsbesprechung per Videokonferenz oder die Ticketreservierung im Internet sind nur einige Beispiele aus dem Alltag, in denen digitale Anwendungen teilweise über Nacht von einer Möglichkeit zur Notwendigkeit geworden sind.

Großer Nutzen

Der große Nutzen der Digitalisierung für viele Bereiche ist unumstritten. Es ist jedoch gerade auch in der jetzigen Situation wichtig und Aufgabe einer offenen Gesellschaft, alle Mitbürger mitzunehmen, egal ob alt oder jung, eher offen oder kritisch, lieber noch analog oder nur noch digital, um Digitalisierungsverlierer zu vermeiden und Gestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Der digitale Wandel ist kein Naturereignis, sondern wird von allen gemacht.

Die Meinung und Mitbestimmung der Bürger hat gerade bei Themen des digitalen Wandels, der das gesellschaftliche Leben nachhaltig verändert, von besonderer Bedeutung.

Aus diesem Grund hat die Stadt Lauda-Königshofen im Kontext des Forschungsprojektes „Digitaldialog 21“ eine Kooperation mit der Hochschule Furtwangen ins Leben gerufen.

Ziel ist es, ein reichhaltiges Stimmungsbild einzuholen sowie gemeinsam mit den Bürgern Möglichkeiten zur Gestaltung des digitalen Wandels in der eigenen Kommune zu diskutieren. Das Team der Hochschule Furtwangen wird daher in den nächsten Wochen und Monaten unterschiedliche Beteiligungs- und Diskussionsmöglichkeiten anbieten.

Neben Lauda-Königshofen nehmen noch elf weitere Kommunen mit einer Größe von 1250 bis 15 500 Einwohner (insgesamt über 75 000) aus dem ländlichen Raum in Baden-Württemberg am Forschungsprojekt „Digitaldialog 21“ teil. Das Projekt wird vom „Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg“ (MWK) aus Mitteln der Landesdigitalisierungsstrategie „digital@bw“ bis 2022 gefördert.

Zusammen mit der Hochschule für Medien in Stuttgart, der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und zivilgesellschaftlichen Kooperationspartnern erforscht ein interdisziplinäres Team der Hochschule Furtwangen um Professor Dr. Stefan Selke und Professorin Dr. Stefanie Betz in einem breit angelegten Dialogprozess Chancen, Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten des digitalen Wandels und setzt hierbei den Schwerpunkt auf den ländlichen Raum in Baden-Württemberg.

In einen Online-Bürgerdialog per Videokonferenz am Dienstag, 10. November, von 18 bis 19.30 Uhr wird nun die Diskussion vertieft. Die Bürger aus Lauda-Königshofen sind aufgerufen, sich bis 9. November bei Andreas Scheibmaier von der Hochschule Furtwangen (E-Mail: sean@hs-furtwangen.de, Telefon 07723/9202982) für den Bürgerdialog anzumelden.

Sie erhalten dann umgehend eine Anmeldebestätigung mit allen weiteren Informationen. Die technischen Anforderungen für die Teilnahme an der Videokonferenz sind sehr gering, das System ist einfach und intuitiv verständlich.

Kurze Vorstellung

Nach einer kurzen Vorstellung der Ergebnisse der Befragung wird in einem Workshop-Format, moderiert durch das Team der Hochschule Furtwangen, zu den Chancen, Herausforderungen und den Ideen für die gemeinsame Gestaltung des digitalen Wandels in Lauda-Königshofen diskutiert.

Zusätzlich haben die Bürger auch unabhängig von der Teilnahme am Bürgerdialog die Möglichkeit, sich auch über einen längeren Zeitraum auf einer Online-Pinnwand und im Diskussionsforum digital zu den Themen des digitalen Wandels auszutauschen, weiter zu diskutieren oder Ideen & Vorschläge einzubringen. Der Link https://forum.digitaldialog21.de ist ab 3. November für Bürger der Stadt Lauda-Königshofen zur Themen- und Ideensammlung für den Bürgerdialog freigeschaltet.

Aufgrund der aktuellen Situation wird die Veranstaltung dieses Mal per Videokonferenz stattfinden. In Zukunft sind jedoch auch Präsenzveranstaltungen geplant.

Auch wenn die aktuelle Situation herausfordernd ist, sollten trotzdem alle Bürger die Möglichkeit haben, sich zu beteiligen und mitzugestalten.

Es wäre daher sehr schön, wenn Mitbürger, die nicht über die entsprechende digitale Infrastruktur oder Kenntnisse verfügen, entsprechend unterstützt werden könnten, zum Beispiel durch eine gemeinsame Teilnahme in der Familie, Nachbarschaft oder sozialen Netzwerken.

Bei weiteren Fragen steht Juliane Noe von der Stadtverwaltung (E-Mailjuliane.noe@lauda-koenigshofen.de, Telefon 09343/5015010) oder das Team der Hochschule Furtwangen selbstverständlich zur Verfügung (Ansprechpartner: Jan Gruß, Projektleitung, E-Mail gran@hs-furtwangen.de, Telefon 07723/9202983). Für weitere Informationen: www.digitaldialog21.de

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