Lauda / Königshofen

Aufbereitungsanlage Abschlussbericht des Petitionsausschusses in Vorbereitung / Anwalt der Bürgerinitiative hat sich ans Verwaltungsgericht gewandt

Statement zum Lärmschutz eingereicht

Wie geht es weiter mit der geplanten Aufbereitungsanlage in Gerlachsheim? Hinter den Kulissen wird eifrig dran gearbeitet, um eventuell einer Lösung näherzukommen.

Gerlachsheim. Rechtsanwalt Johannes Grell aus der Würzburger Kanzlei Bohl & Collegen Rechtsanwälte bestätigte entsprechende Informationen der Fränkischen Nachrichten, wonach ein weiteres Gutachten beim Verwaltungsgericht in Stuttgart jetzt eingereicht worden sei.

„Bei dem angesprochenen Gutachten handelt es sich um eine lärmschutzfachliche Stellungnahme“, betonte der Rechtsvertreter der Bürgerinitiative gegen die geplante Aufbereitungsanlage auf Anfrage unserer Zeitung. „Wie bekannt ist, strebt die Konrad Bau GmbH & Co. KG durch Antrag zum Verwaltungsgericht die Freigabe der Bautätigkeit zur Errichtung der Aufbereitungsanlage an.“ Seine Mandanten hätten durch Gutachten nachgewiesen, dass in der Ortsdurchfahrt von Gerlachsheim bereits ohne den Verkehr der Aufbereitungsanlage Lärmbeeinträchtigungen von über 70 dB(A) (so genannte enteignungsrechtliche Zumutbarkeitsschwelle) bestünden.

Es sei weiter festgestellt worden, so Johannes Grell, dass „der Schwerlastverkehr infolge der Errichtung der Aufbereitungsanlage um mindestens 20 Prozent zunehmen werde“. Die Konrad Bau GmbH & Co. KG bestreite eine Auswirkung und Bemerkbarkeit des zusätzlichen Schwerlastverkehrs auf die bestehende Situation in der Ortsdurchfahrt. „Dem sind wir nun durch erneute Gutachtenbeibringung entgegengetreten.“

Nach wie vor steht die Entscheidung des Regierungspräsidiums Stuttgart bezüglich der emissionsschutzrechtlichen Genehmigung aus. „Die Bürgerinitiative hat sich in der Angelegenheit auch an den Petitionsausschuss des Landtags von Baden-Württemberg gewandt“, teilt hierzu RP-Pressesprecherin Julia Christiansen mit. Nach dem Grundsatz, dass Maßnahmen nicht vollzogen werden, gegen die sich die Petition richtet, werde über die vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis dem Regierungspräsidium Stuttgart vorgelegten Widersprüche erst dann entschieden, „wenn sich der Petitionsausschuss abschließend mit der Sache befasst hat“.

MdL Hermino Katzenstein, Vorsitzender jenes Petitionsausschusses, der sich im Herbst vergangenen Jahres ein Bild vor Ort in Gerlachsheim gemacht hat, lässt verlauten, dass der Ausschuss hinter den Kulissen unter anderem verschiedene Gespräche geführt habe und es jetzt darum gehe, den Abschlussbericht zu erstellen. Hier bitte er noch um einige Wochen Geduld, bevor dieser der Öffentlichkeit vorgestellt werden könne.

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