Lauda / Königshofen

DLRG Königshofen Im Laudaer Freibad sind die Aktiven aus der Messestadt in nächster Zeit wieder ganz besonders gefordert

Start in außergewöhnliche Wachsaison

Archivartikel

Die DLRG-Ortsgruppe Königshofen hat die laufende Wachsaison im Freibad in Lauda begonnen – und die wird gewiss keine gewöhnliche.

Lauda-Königshofen. Das Corona-Virus hat alle immer noch im Griff. Nun gelingt es jedoch, das öffentliche Leben in manchen Teilen wieder zu erwecken. Dazu gehört auch das Terrassen-Freibad in Lauda, das – unter Auflagen – seine Pforten geöffnet hat. Mit der Baderöffnung startet auch für die DLRG Königshofen traditionell die Wachsaison. Hierbei wird das städtische Personal an Wochenenden und Feiertagen von den ehrenamtlichen DLRGlern aktiv unterstützen. Die Badewache ist für die Mitglieder der erste Schritt zurück in ein aktives Vereinsleben, das seit März ruhen musste.

Die jahrzehntelange partnerschaftlichen Basis für den Wachdienst wurde in diesem Jahr mit besonderen Aufgaben erweitert. Neben der Aufsicht des modifizierten Schwimmbetriebes ist auch der Überblick über die aktuelle Personenanzahl im Becken und darüber die Einhaltung der Abstandsregelungen zu überwachen. Die Wachgänger werden jeweils einzeln zu Beginn der Wache in die neuen Regelungen eingewiesen.

Mehr Personal

In dieser Saison wurde die angeforderte ehrenamtlich angeforderte Personalkapazität erweitert, da auch eine Auflage der Coronaregelungen für Bäder eine erhöhte Personalanzahl in Bäder bedingt. Die Helfer der DLRG Königshofen haben ihre Schichten bereits bis Ende der Freibadsaison durchgeplant und hoffen nun auf gutes Wetter und zahlreiche Badegäste. Neben den Coronaregeln liegt das Augenmerk der Wachgänger aber auch auf den allgemeinen Baderegeln.

Das Hauptaugenmerk der DLRG-Aktiven liegt auf der Prävention, denn die Unfallverhütung ist der wichtigsten Parts. Wobei auch wichtig ist, dass die Schwimmbäder der sicherste Ort für das Badevergnügen sind, weil hier immer eine Aufsicht und eine helfende Hand vor Ort sind. Die Gefährdungen beim Baden an Seen und Flüssen ist um ein Vielfaches höher, dies geht aus den jährlichen Statistiken der Badeunfälle eindeutig hervor. Gerade in der aktuellen Zeit ist dies wichtig, doch zeigen die aktuellen Badeunfälle in Deutschland, dass die Möglichkeit, Schwimmbäder wieder zu besuchen, außerordentlich wichtig ist.

Deshalb weist die DLRG auf die Einhaltung der Baderegeln hin und wünscht sich von den Badegästen ein Verhalten, das andere Besucher nicht gefährdet. Die häufigsten Unfall- und Verletzungsursachen in Schwimmbäder sind meist auf unachtsames Verhalten oder Nicht-Einhalten von Regeln, wie etwa Einspringen im verbotenen Bereich oder Aussteigen am Beckenrand.

Die DLRG und die Schwimmmeister hoffen nun einen schönen Sommer, damit die dann hoffentlich vielen Besucher sicher und mit viel Spaß ihren Schwimmbadbesuch genießen können.

Wer Interesse hat, die DLRG-Ortsgruppe Königshofen als Wachgänger zu unterstützen, hat hierzu nach erfolgreicher Rettungsschwimm- und Erste-Hilfe-Ausbildung die Möglichkeit, mit einzusteigen.

Bereits ab zehn Jahre können Jugendliche mit der Ausbildung zum Juniorretter beginnen und mit dem Ziel, die weiteren Ausbildungen später zu erreichen. Gerne können Jugendliche und Erwachsene zu den Wasserrettern hinzustoßen. Auch weitergehende Ausbildungen zum Sanitäter, Strömungsretter und Einsatztaucher sind in der Folge bei der DLRG Königshofen möglich.

Vereinsarbeit startet zum Teil

Die DLRGler können nun wieder einen Teil der Vereinsarbeit aufnehmen. Jedoch lassen die aktuellen Bedingungen immer noch nicht alle Vereinsaktivitäten zu, so dass besonders viele Aktivitäten nur mit hohen Auflagen und Aufwendungen absolviert werden können. Hervorzuheben ist, dass die Wachdienste ein Teil der Aufgaben der DLRG für die Allgemeinheit sind.

Aktuell haben die Verantwortlichen der DLRG Königshofen die Sorge, dass besonders die ruhende Anfänger- und Schwimmausbildung, aufgrund der hohen Auflagen für Hallenbäder nur sehr schwierig durchzuführen sind.

Da die Zahl der Kinder, die unsichere Schwimmer sind, in Deutschland bereits seit vielen Jahren ansteigt, wird diese sich nun nochmals erhöhen. Vereine stoßen bei vielen Auflagen an organisatorische Grenzen – und auch die jeweils persönliche Situation der ehrenamtlichen Schwimmausbilder vereinfacht vieles nicht.

Darüber hinaus entstehen der DLRG Königshofen, wie auch vielen anderen Vereinen, enorme Einnahmeverluste, da viele Veranstaltungen abgesagt werden mussten und eine Finanzierung nur durch Mitgliedsbeiträge schon längst nicht mehr möglich ist. dlrg

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