Lauda / Königshofen

Leserbrief Stellungnahme und Klarstellung der Freien Bürgerliste zur Fülle von Leserbriefen in den letzten Tagen

Stadtverwaltung ist nicht mit einem privaten Unternehmen zu vergleichen

Nachdem die FBL in den sozialen Medien und in mehreren Leserbriefen für ihre Unterstützung des Bürgermeisterkandidaten Dr. Lukas Braun regelrecht mit „Dreck“ beworfen wurde, sehen wir uns zu einigen Klarstellungen gezwungen:

.Eine Stichwahl ist ein in der Demokratie vorgesehenes Element, damit vor allem die Wähler der unterlegenen Bewerber nochmals die Chance haben, sich für einen anderen Kandidaten festzulegen. Dazu gehören auch Wahlempfehlungen für den Kandidaten mit den größten Gemeinsamkeiten.

1: Der in einem Leserbrief verwendete Ausdruck „Abgreifen von Wählern“ ist in diesem Zusammenhang deshalb äußerst deplatziert und verletzend.

2. Jeder Wähler hat das Recht, Fragen zur Qualifikation, dem beruflichen Werdegang der Kandidaten und ihren Unterstützern zu stellen, ohne deswegen als „Spalter“ oder „mit Dreckwerfer“ beschimpft zu werden.

Die Bewerber Braun und Göbel haben sich in vielen Veranstaltungen vorgestellt und dabei offen ihre Unterstützer genannt. Das Gleiche hätten wir auch von Herrn Wyrwoll erwartet.

3. Die Freie Bürgerliste hat im November 2019 im Staatsanzeiger eine Anzeige geschaltet, um einen geeigneten Bürgermeisterkandidaten zu finden und zu unterstützen. Wichtigste Kriterien für uns waren: Sozialkompetenz, Fachkompetenz, Vertrauenswürdigkeit, Erfahrung im Kommunalbereich (vor allem im Bereich Verwaltung und Finanzen).

Unter fünf Bewerbern haben wir uns auf Grund seiner Qualifikation als möglicher zukünftiger Bürgermeister für Dr. Braun entschieden, unabhängig davon, ob ein anderer Bewerber wohl ein besserer „Wahlkämpfer“ gewesen wäre.

4. Es gibt viele Qualifikationen, die ein Bürgermeister mitbringen muss. Einige kann er sich noch im Amt erwerben. Ehrlichkeit und Kompetenz gehören dabei aber sicher zu den wichtigsten Voraussetzungen. Wer Herrn Dr. Braun in einem Leserbrief aufgrund seiner „Solidität“ und seines Doktortitels lächerlich zu machen versucht, verlässt dabei den Boden der Fairness. Insbesondere dann, wenn er zugleich seinen persönlichen Favoriten in den höchsten Tönen für dessen viele Talente in den Himmel hebt.

Die künftigen Jahre werden auch für die Stadt Lauda-Königshofen eine besondere Herausforderung werden, die finanziellen Mittel werden nicht mehr so sprudeln wie bisher. Im Gegenzug müssen jedoch dringende Projekte umgesetzt werden. Umso wichtiger ist es, einen Bürgermeister an der Spitze zu wissen, der die Verwaltungsabläufe kennt.

Eine Stadtverwaltung ist kaum mit einem privaten Unternehmen zu vergleichen,die Strukturen und Zielsetzungen sind andere. Viele Kommunen werden daher von Bürgermeistern geführt, die eine qualifizierte Ausbildung in der öffentlichen Verwaltung absolviert haben oder tiefgreifende Erfahrungen im öffentlichen Dienst mitbringen. Dies ist auch in Nachbargemeinden sehr gut zu erkennen.

Abschließend möchten wir dringend die Briefwahl empfehlen, die auf Grund der Pandemie noch bis einschließlich Samstag zwischen 8 und 20 Uhr direkt im Rathaus in Lauda erfolgen kann. Die Unterlagen können aber auch per Post über die Wahlbenachrichtigung oder über die Homepage der Stadt (www.lauda-koenigshofen.de) digital beantragt werden.

Gehen Sie bitte wählen, es geht nicht zuletzt um die Zukunft Ihrer Stadt!

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