Lauda / Königshofen

SPD/Freie Bürger Erste gemeinsame öffentliche Versammlung im neuen Jahr / Bekenntnis zu neuem kommunalpolitischem Führungsstil

SPD und Freie Bürger unterstützen Bewerber Mirco Göbel

Archivartikel

Lauda-Königshofen.Zu ihrer ersten gemeinsamen öffentlichen Versammlung 2020 hatten die Führungsgremien von SPD und Freien Bürgern in den Ratskeller nach Lauda aufgerufen. Ruth Römig, SPD-Ortsvereinsvorsitzende von Lauda-Königshofen, begrüßte eine große Anzahl neugieriger Besucher, die den Bürgermeisterkandidaten Mirco Göbel aus Wertheim kennenlernen und mit ihm diskutieren wollten.

Siegfried Neumann, Vorsitzender der SPD/Freie Bürger-Stadtratsfraktion, berichtete über eine Reihe von Gesprächen mit möglichen Interessenten für das Bürgermeisteramt in Lauda-Königshofen. Nach intensiven Vorgesprächen hätten sich der SPD-Ortsvereinsvorstand und die Freien Bürger darauf verständigt, Mirco Göbel als geeigneten Bürgermeisterkandidaten der kommunalpolitischen Basis vorzustellen und zu empfehlen, ihn als unabhängigen Kandidaten zu unterstützen.

In einem kurzen persönlichen Statement wies Göbel daraufhin, dass er nach Lauda familiäre Beziehungen habe, da seine Frau aus Lauda stamme. „Als aktiver Kommunalpolitiker in Wertheim habe ich immer auch die kommunalpolitische Entwicklung in Lauda-Königshofen wahrgenommen, die mich zunehmend interessiert hat und in mir den Wunsch reifen ließ, mich als unabhängiger Kandidat für das Bürgermeisteramt zu bewerben“, begründete Göbel seinen Entschluss zur Kandidatur.

Von seinem persönlichen und beruflichen Werdegang her sehe er sich gut gerüstet, zur Versachlichung der Problematiken Verkehrskonzept, Aufbereitungsanlage in Gerlachsheim und Umgehungsstraße in Königshofen beizutragen. Grundsätzlich werde er als Bürgermeister alle Projekte, die die Bevölkerung spalten und so den sozialen Frieden störten, erneut auf den Prüfstand stellen, wenn nötig und noch möglich, auf Eis legen und nach erneuter Ein- und Überarbeitung erneut ins Gremium bringen.

Als Leiter der Erstaufnahmestelle des Landes für Flüchtlinge in Wertheim habe er umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Verwaltung und Organisation gesammelt. Zu den damals über 50 Mitarbeitern aus allen Abteilungen des Regierungspräsidiums Stuttgart pflege er heute noch ein intensives Netzwerk. „Den Bildungsstandort Lauda-Königshofen sehe ich sehr gut aufgestellt, auch wenn im Bereich der Digitalisierung noch einiges zu tun ist“, so Göbel.

Sein besonderes Augenmerk gilt der Förderung der Jugendarbeit. „Ich stelle mir eine Initiative Jugend trifft Kommunalpolitik vor, die sich regelmäßig austauscht.“ Auch in Lauda-Königshofen habe es bereits einen Jugendgemeinderat gegeben. Obwohl dessen Grundidee gut sei, müsse man feststellen, dass er vom Format her sicher nicht mehr zeitgemäß sei. „Wir werden mit den Jugendlichen zusammen eine neue Form der Beteiligung erarbeiten“, stellte Göbel fest. Für die Bürger-App sei er offen, weil sie als Forum zum Austausch von Terminen und Meinungsabfrage als Stimmungsbild bei kommunalpolitischen Fragen dienen könne.

Intensive Förderung

Mit intensiver Förderung des bürgerschaftlichen Engagements durch die Verwaltung und Bürgerstunden vor Ort werde er auf die Menschen zugehen. Alle Bürger aus Lauda-Königshofen müssten Gehör für ihre Anliegen finden. Des Weiteren sei er überzeugt, dass eine Flächenstadt wie Lauda- Lauda-Königshofen einen Bürgerbus benötige. Ein Konzept für diese Idee werde er nach eingehender Prüfung der Haushaltslage vorlegen. Für ein Näherkommen der Bürger auf ganz anderer Ebene, nämlich im Miteinander der Religionen, wolle er etwa Katholiken, Protestanten, Aleviten, Sunniten, Christen in Aktion usw. einen „runden Tisch“ vorschlagen.

„Wenn es richtig ist, was ich erfahren habe, dass es bei der frühkindlichen Betreuung brennt, weil Plätze fehlen, sollten wir Kindergärten und Kitas neben den kirchlichen Träger dringend auch in kommunaler Trägerschaft gründen. Des Weiteren werde ich mich dafür einsetzen das letzte Kindergartenjahr beitragsfrei zu stellen“, stellte Göbel fest.

Neben vielen Sachfragen unter anderem aus den Bereichen Wirtschaft und Umwelt interessierte die diskussionsfreudige Zuhörerschaft vor allem, ob der Kandidat das Bürgermeisteramt in Lauda-Königshofen nur als Sprungbrett nutzen wolle und ob er künftig auch in Lauda-Königshofen wohnen werde. Hierzu gab es eindeutige Antworten: „Lauda-Königshofen, ein geschichtsträchtiger und schöner Ort im Mittleren Taubertal, ist mit seinen aufgeschlossenen Bürgern, seinen tollen Schulen und der hervorragenden Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr eine spannende Kommune mit viel Entwicklungspotenzial für die Zukunft. Lauda-Königshofen wird daher im Falle meiner Wahl eine meiner spannendsten Lebensaufgaben werden. Ganz sicher möchte ich gerne da leben, wo ich Bürgermeister bin. Zudem haben meine Familie und ich bereits eine Wohnung in Lauda“, so Göbel. Das Amt des Bürgermeisters biete so viele Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten, dass ihn als engagierten Kommunalpolitiker keine andere Tätigkeit reizen werde.

Die Ausführungen von Mirco Göbel wurden mit starkem Beifall quittiert und gaben Anlass zu einer diskussionsfreudigen Nachsitzung. SPD und Freie Bürger haben zwischenzeitlich einstimmig entschieden, den unabhängigen aber von sozialdemokratischen Grundwerten geprägten Kandidaten zu unterstützen. spd/fbl

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