Lauda / Königshofen

Hier hat der Leser das Wort Zu mehreren Leserbriefen zum Bürgermeisterwahlkampf

Sich selbst eine eigene Meinung bilden

Oh Gott, nicht noch ein Leserbrief zur bevorstehenden Bürgermeisterwahl: dies werden sich jetzt sicherlich viele Leser denken.

Auch ich dachte das in den vergangenen Tagen, als ich die Zeitung aufschlug und die zig Leserbriefe las, die da gedruckt waren. Lange habe ich mir überlegt, ob ich nun auch mein Statement dazu abgeben möchte … und Ja, ich will, denn mir sind beim Durchlesen der Leserbriefe einige Dinge negativ aufgestoßen.

Unter anderem, dass Herr Werner Tolle in seinem Leserbrief vom 24. März, „Plattform im Netz bereits vorhanden“ geschrieben hatte, dass er es in Zeiten des Corona-Virus ein Unding findet, dass Herr Georg Wyrwoll noch bis zum Samstag vor dem Wahltag von Haustür zu Haustür ging, um selbst für seine Wahl zu werben.

Lieber Herr Tolle, es gibt da ein Sprichwort, welches heißt „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“ …

Sie werfen Herrn Wyrwoll vor in Zeiten von Corona aktiven Wahlkampf zu betreiben! Fand nicht am gleichen Tag (Samstag, 14. März) Ihnen zu Ehren im Stadion in Lauda der 6. Werner-Tolle-Stundenlauf statt, bei dem Sie selbst auch anwesend waren?

Finden Sie Ihren Vorwurf nun gerechtfertigt und angebracht? Hätte man in Zeiten von Corona nicht auch auf dieses sportliche Ereignis verzichten können?

Weiterhin ist mir aufgefallen, dass sich jetzt „plötzlich“ weitere Sympathisanten für den Kandidaten Dr. Lukas Braun zu Wort melden, um miese Stimmung gegen den Kandidaten Georg Wyrwoll zu machen. Warum?

Befürchten diese etwa, dass „ihr Kandidat“, der mit dem Wahlslogan „Mit Herz und Verstand“ wirbt, am kommenden Sonntag im zweiten Wahlgang eventuell genauso schlecht abschneidet, wie im ersten Wahlgang? Auch finde ich es sehr verwunderlich, dass Mitglieder des Gemeinderates durch Anzeigen Werbung für den Kandidaten Dr. Lukas Braun machen. Braucht es das wirklich?

Ich finde dieses Verhalten ehrlich gesagt nicht sehr angebracht und äußerst herzlos und mit Verstand hat dies in meinen Augen auch nichts zu tun.

Zu guter Letzt kann ich mich den beiden Schreibern Ilona Jäger (Leserbrief: „Persönlicher Eindruck zählt“) und Stefan Schulz (Leserbrief: „Wahlkampf à la Trump in Lauda-Königshofen?“) nur anschließen, die Negativbeiträge gegen den Kandidaten Georg Wyrwoll zu ignorieren und sich selber eine eigene Meinung zu bilden und letztendlich seinem ganz persönlichen Eindruck Glauben zu schenken und vor allem von seinem Wahlrecht (in Zeiten von Corona – natürlich per Briefwahl) Gebrauch zu machen.

In diesem Sinne hoffe ich auf eine faire Bürgermeisterwahl am kommenden Sonntag.

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