Lauda / Königshofen

Pandemie DLRG unterstützt die Maßnahmen des Bundes und der Länder zur Eindämmung von Corona

Schwimmausbildung wieder nach Pfingsten?

Archivartikel

Odenwald-Tauber.Schwimmbäder bleiben geschlossen, die Ausbildung des Nachwuchses ist wegen der Corona-Krise derzeit nicht möglich. Ab Pfingsten könnten nach dem Stufenplan des Landes allerdings die Schwimmkurse wieder starten.

Bei der DLRG unterstütze man die Maßnahmen des Bundes und der Länder zur Eindämmung des Virus, heißt es in einem Schreiben der DLRG Frankenland. Man habe ein hohes Interesse daran, die Pandemielage schnellstmöglich in den Griff zu bekommen. Jegliche kurzfristigen Lockerungen gefährdeten prognostisch dieses Ansinnen. Die Rettungsorganisation warnt aber gleichzeitig davor, Wassersport im Freigewässer zu betreiben. „Jeder Mensch, der im Wasser verunglückt, bringt nicht nur sich selbst, sondern auch die Retter im Wasser und an Land in eine Gefahrensituation. Das Tragen von Schutzkleidung zum Schutz vor einer Covid-19 Infektion bei einer Rettung im Wasser ist nicht möglich. Mit Rücksicht auf die Rettungskräfte bittet die DLRG darum, zurzeit auf Wassersport generell zu verzichten.“

Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) habe bereits einen „Pandemieplan Bäder“ für den Betrieb mit Schutzmaßnahmen erarbeitet.

Uwe Spielvogel, der stellvertretende Leiter des DLRG-Bezirks (Königheim), ist seit vielen Jahren in der Schwimmausbildung der DLRG Königheim und im Vorstand des DLRG Bezirk Frankenland tätig. „Ich habe den Wunsch, dass mit dem Ende der Kontaktsperre die Kommunen die Bäder wieder hochfahren und unter den vorgeschriebenen Hygienebedingungen Schwimmkurse/-unterricht für Schule und Vereine stattfinden dürfen.“ Denn man sehe generell die Gefahr, dass bei langer Schließdauer „uns ehrenamtliche Ausbilder und Vereinsmitglieder wegbrechen, da man sich Alternativen sucht“. Gleichzeitig würden die Warteschlangen für die Anfängerschwimmausbildung noch länger, da aktuell keine Ausbildung stattfinden dürfe. Das habe zur Folge, dass Kinder möglicherweise noch später schwimmen lernen als bereits jetzt schon.

Perspektivisch betrachtet sei es zudem sehr schwierig, neue Rettungsschwimmer für den Rettungsdienst, ohne geöffnete Bäder, auszubilden und das Wasser-Training der Einsatzkräfte aufrecht zu erhalten, so Spielvogel. dib

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