Lauda / Königshofen

Mobilfunkversorgung: 2 Nach einem Bericht der FN zur O-Verbindung in Lauda meldeten sich mehrere Leser über Facebook / Anbieter gibt nun Stellungnahme ab

Schon bald soll LTE verfügbar sein

Archivartikel

Nach wie vor klagen Nutzer über die schlechte O2-Verbindung in Lauda. Der Anbieter bestätigte, dass ein Standort abgebaut wurde und die beiden verbleibenden auf LTE umgerüstet werden.

Lauda-Königshofen. Mehrere Leser aus Lauda-Königshofen meldeten sich in den vergangenen Wochen bei unserer Redaktion. Ihr Tenor: Das O2-Mobilfunknetz in der Stadt ist mangelhaft oder funktioniert gar nicht. Telefongespräche seien durch die schlechte Verbindung kaum möglich, Apps werden nur im Schneckentempo geladen und Kurznachrichten erst nach Verlassen des Stadtkerns verschickt.

Der Anbieter O2 gab trotz mehrmaliger Nachfrage unserer Zeitung zunächst keine Begründung zur Störungsursache ab. Nach Veröffentlichung eines Beitrags zu diesem Thema („Nutzer klagen über schlechtes O2-Netz“; FN, 23. Januar) auf der Facebookseite der FN, bekam unsere Redaktion viele weitere Kommentare zu der O2-Netzverbindung in Lauda-Königshofen.

Bemühungen von Nutzern

„Ich kenne das Problem nur zu gut. Ich wohne in Gerlachsheim und habe nur ’Edge’. Als ich mal in einen O2-Shop gegangen und nachgehakt habe, warum das Netz so schlecht ist, wurde mir gezeigt, dass der Ausbau des Netzes in Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim recht gut sei und alles was dazwischen liegt wiederum nicht“, schreibt Philipp Horwath.

„O2 kannst in der gesamten Gemeinde Lauda-Königshofen vergessen, wenn man mehr machen will, als zu telefonieren oder eine SMS zu schreiben. Daten gingen schon immer nur mit „Ätsch“. In Richtung Tauberbischofsheim wird es erst auf der Schnellstraße besser mit H+ und in Richtung Mergentheim auch erst ab der Gemarkungsgrenze Unterbalbach/Edelfingen, dazwischen ist noch Neuland“, berichtet Marco Grimaldello von ähnlichen Erfahrungen.

Nicole Behlau kommentierte auf der FN Facebook-Seite: „Mir geht es genauso. Seit zirka Ende Oktober habe ich nur ’E’, davor hatte ich „H+“ in Lauda. Ich hatte extra von Vodafone zu O2 gewechselt, um eine bessere Verbindung zu haben, jetzt habe ich gar keine mehr.“

„Ich bin auch kurz davor den Anbieter zu wechseln. Selbst daheim schwirrt mein O2 Festnetz ständig ab“, kommentierte Daniela Kerner frustriert.

Manfred Lang meldete sich telefonisch bei unserer Redaktion und erzählte, wie er in den vergangenen Wochen immer wieder von Lauda zur Turnhalle nach Königshofen fuhr, um mit seinem Laptop und einem Internetstick doch noch irgendwie online gehen zu können. „Die Leute schauten schon etwas verwundert, als ich da mit meinem Computer in meinem Auto saß“, beschrieb Lang die Situation.

Mittlerer Sendemast abgebaut

Michael Hahn bekam von O2 die Information, dass die Ursache der Störungen im Abbau eines Sendemasts Ende November begründet liegt. Das bestätigte die Presseabteilung von O2 nun auf Nachfrage unserer Zeitung am Mittwoch: „Ein Standort in der Badstraße, der bisher UMTS übertrug, wurde abgebaut“, sagte Jörg Borm, Pressesprecher bei Telefónica Deutschland.

Geplant war laut Borm, dass die beiden anderen Standorte, die westlich am Geisberg und östlich auf einem Flurstück nahe dem Turmberg jeweils auf einer Anhöhe über Lauda liegen, direkt nach Abschalten des mittleren Standorts in der Badstraße mit LTE und UMTS in Betrieb gehen und die Stadt damit ausreichend versorgen. Das gelang jedoch nicht.

„Wir hatten in den vergangenen Monaten mehrere tausend Bauprojekte, da kann es aufgrund verschiedener Parameter immer wieder zu Verzögerungen kommen“, erklärte Borm.

Wann die LTE-Verbindung verfügbar sein wird, stehe zwar noch nicht fest, Borm versprach aber, dass die Nutzer von der Umstellung nur profitieren würden: „Die beiden verbleibenden und bald modernisierten Sendemasten werden die Bewohner von Lauda-Königshofen schon bald mit 2G-, 3G-, 4-G und LTE-Netz versorgen.“

Bis es so weit ist, sei die Versorgung von Lauda aber weiterhin gewährleistet, teilte Borm mit: „Die Sprachoptionen und das Verschicken von Kurznachrichten sollten funktionieren.“

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