Lauda / Königshofen

Eisenbahnstraße in Königshofen Sanierung soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein / Arbeiten liegen in Zeitplan und Kostenrahmen

Schmucker Platz um neuen Brunnen

Königshofen.Die Bauarbeiten in der Königshöfer Eisenbahnstraße sind in vollem Gang. „Wir liegen gut in der Zeit“, sagt Oliver Litterer, Sachgebietsleiter Tiefbau bei der Stadt Lauda-Königshofen. Der Ausbau der 600 Meter langen Strecke geht voran. Wenn alles nach Plan läuft, ist in zwei Monaten die Straße für die Anwohner wieder passierbar.

Weitestgehend abgeschlossen ist dabei der erste Bauabschnitt der Straßenerneuerung, der sich vom Lagerhaus bis zur Firma Flachdach Hofmann erstreckt. Dort wurden bereits Kanal und Wasserleitungen ausgetauscht. Momentan arbeitet man am zweiten Bauabschnitt, bis zur Abzweigung des Wegs „Tuchweiher“.

Eine Teilfläche vor dem Bahnhofsgebäude muss dort noch angegangen werden. Vorgesehen ist eine neue Einhausung des Treppenabgangs zu den Bahngleisen, der bisher nicht sehr einladend wirkte. Außerdem fehlt, so Litterer, noch die Überdachung für die Fahrradstellplätze. Zum Abschluss soll der Bereich gepflastert werden.

Gleichzeitig ist man schon mit dem dritten Abschnitt beschäftigt, der bis zum Abzweig „Am Taubersteg“ und dem Ende der Wohnbebauung reicht. Hier steht – wie im Gesamtbereich – die Neuverlegung von Wasserleitungen und Abwasserrohren an.

Parkplätze fallen weg

Auf den 600 Metern werden durch die Telekom Leerrohre für Glasfaserkabel eingezogen, die Netz BW übernimmt die Erdverkabelung, die Stadtwerke den Gasanschluss. Und die Stadt wird für eine komplette Erneuerung der Straßenbeleuchtung sorgen. Eine behindertengerechte Bushaltestelle gehört zum Ausbau ebenfalls dazu.

Zusätzlich zur geplanten Umgestaltung des Areals am Bahnhof Königshofen mit Bäumen und Aufenthaltsfläche wurde nun ein kleiner Ruhepol zum Verweilen geschaffen: „Auf der Südseite des Bahnhofs hat man einen alten Brunnenschacht entdeckt“, berichtet Litterer. Dort sollten eigentlich vier der 16 geplanten Parkplätze am Gebäude entstehen. Die fallen nun kurzerhand weg, was aber aus Sicht der Verwaltung kein größeres Problem ist.

Stattdessen hatte man bei der Kommune beschlossen, den historischen Schacht aufzumauern und mit einer Schutzplatte zu versehen. „Dort werden Bänke aufgestellt, dass ein kleiner Rastplatz für die Radfahrer am Fünf-Sterne-Radweg entsteht“, freut sich Litterer über diese Insel zum Verweilen, die keiner auf der Rechnung hatte.

Die Zusatzkosten von rund 20 000 Euro hat der Gemeinderat genehmigt. Insgesamt werden 2,375 Millionen Euro in die Schönheitskur für die Eisenbahnstraße gesteckt. 700 000 Euro fließen vom Land.

Herzstück des Quartiers nach der Umgestaltung ist das Areal rund um den Bahnhof, das mit einer fußgängerähnlichen Gestaltung das Erscheinungsbild aufwertet.

Bis Ende des Jahres könnte der Ausbau der Eisenbahnstraße – bis auf kleinere Arbeiten – dann abgeschlossen sein und die Umleitungsstrecke über den „Taubersteg“ damit der Vergangenheit angehören. Litterer weiß, dass die ausgeschilderte Variante sehr schmal und bei Begegnungsverkehr nicht einfach ist. „Aber wir haben keine Alternative.“ Und in zwei Monaten sei dieses Problem sicherlich gelöst.

Weitere Maßnahmen

„Eine Baustelle sorgt immer für Beeinträchtigungen für die Anwohner“, unterstreicht der Sachgebietsleiter. Bei den Bürgern hofft er daher auf Verständnis, zumal es sich nicht um Durchgangsverkehr handle. Und: Die Maßnahmen in der Eisenbahnstraße sind erst der Anfang. Im Gebiet „Eisenbahnvorstadt/Hexenstock“ stehen in den nächsten Jahren weitere Sanierungen in den Straßen „Tuchweiher“, „Am Hexenstock“, „Am Lagerhaus“ sowie „Am Taubersteg“ an. Der Bereich im Sanierungsgebiet wird mit Finanzmitteln aus Stuttgart gefördert.

Mit der sanierten Eisenbahnstraße ist dann ein erster wichtiger Meilenstein umgesetzt.

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