Lauda / Königshofen

Grund zum Feiern Theresia Funke feiert an diesem Freitag in Lauda ihren 90. Geburtstag

Rückblick auf ein erfülltes Leben

Lauda.Von der einstigen „Porentiefrein“-Reklame über die trotz eines Handicaps erfolgreiche Geschäftsfrau bis hin zum jetzigen Lieblingsplatz im Strandkorb: Dort, zeitweise mit Sonne, aber auch gewissermaßen im Schatten der katholischen Stadtkirche St. Jakobus, genießt sie frohgemut ihren wohlverdienten Lebensabend – Theresia Funke.

„Mit sich im Reinen“

Die Witwe, Mutter eines Sohnes (Michael, Jahrgang 1962) und Oma zweier Enkel, die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Laudaer Gotteshaus gerne leutselig den Kontakt zu Kirchgängern und Passanten pflegt, feiert an diesem Freitag in Lauda „mit sich im Reinen“ ihren 90. Geburtstag.

Geboren am 11. September 1930 als Zweitjüngstes von acht Kindern als Theresia Mack in Amorbach, ermöglichte die Begabtenförderung den nicht gerade üblichen Besuch des Internats in Aschaffenburg mit dem Ziel, den Lehrerberuf einzuschlagen.

Ablauf zunichtegemacht

Nachdem die Währungsreform im Anschluss an das Ende des Zweiten Weltkrieges diesen geplanten Ablauf allerdings zunichte gemacht hatte, verdingte sich Theresia Mack zu einem Praxisjahr zur künftigen Krankenschwester in Offenbach, um daraufhin dann jedoch eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin in der Abtei des Geburtsortes Amorbach zu absolvieren.

Ab in die Schweiz

Mit Anfang 20 ging’s für die weltoffene Theresia Mack schließlich direkt für knapp zwei Jahre als Au-Pair in die Schweiz, ehe sie danach beim Unternehmen Henkel in Düsseldorf anheuerte, für das sie als sogenannte „Reiseassistentin“ zahlreiche Promotionstouren bewältigte.

In Kinos und großen Veranstaltungssälen, beispielsweise in Mannheim oder Heidelberg, pries die damals junge Dame überzeugend und erfolgreich das Waschmittel Persil und sonstige Produkte des Arbeitgebers an, wobei sie der Weg auch in das Taubertal führte.

Dem Werben erlegen

Durch den Generalvertreter der Firma, Karl-Friedrich Sack aus Oberlauda, Vorfahre des heutigen Weingutes, kam Theresia Mack nach Lauda, und zwar in den Gasthof „Goldener Stern“ mit angeschlossenem Filmtheater sowie entsprechender Werbemöglichkeit. Dort erlag sie jedoch bald dem Werben von Gustav Funke, mündend in die Hochzeit am 7. Juni 1958 und eine langjährige Ehe, die 2014 jäh mit dem Tod des Mannes endete.

Neben dem seit 1841 in der Pfarrstraße bestehenden bekannten Geschäft eröffnete das Paar 1965 in der Josef-Schmitt-Straße eine großzügige Filiale mit Haushaltswaren, Porzellan und Geschenkartikeln, fortan die mit viel Herzblut und Einsatz betreute Wirkungsstätte von Theresia Funke. Trotz einer zwischenzeitlichen vollkommenen Lähmung (1974), die über Monate hinweg anhielt und deren Folgen noch immer manche jetzigen Tätigkeiten beeinträchtigen, gab die bei den Kunden beliebte Jubilarin die Leitung des Funke-Zweitladens in der Laudaer Einkaufsmeile erst kurz vor der Jahrtausendwende ab.

Kurze Rundgänge

Nunmehr, mit 90, blickt Theresia Funke auf ein erfülltes Leben zurück und freut sich mit steter Zuversicht über jeden Tag, den sie außer noch kurzen Rundgängen zumeist im Bereich der Kirche gerne mit Lesen verbringt.

Vor allem ab den frühen Morgenstunden schon ausführlich mit den Fränkischen Nachrichten, die neben zahlreichen Glückwünschen von Verwandten, Freunden und Bekannten ebenso zum runden Geburtstag im Kreise der Familie gratulieren. bix

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