Lauda / Königshofen

Kommunalwahl Bürgermeister der Partnerstadt Boissy-Saint-Léger erhielt im zweiten Wahlgang 44,8 Prozent der Stimmen

Régis Charbonnier wurde im Amt bestätigt

Boissy/Lauda-Königshofen.Régis Charbonnier bleibt Bürgermeister in Lauda-Königshofens französischer Partnerstadt Boissy-Saint-Léger. Der bisherige und damit auch zukünftige Amtsinhaber der „Parti socialiste“ (Sozialistische Partei) konnte sich bei den kommunalen Stichwahlen am Sonntag mit Prozent 44,8 Prozent (1445 Stimmen) mit klarem Abstand gegen die beiden noch verbliebenen Gegenkandidaten durchsetzen.

Charbonnier, der unter dem Motto „Bossy für Alle - Lassen Sie uns gemeinsam entscheiden“ („Boissy pour tous - Décidons ensemble“)für seine Wiederwahl kandidierte, hatte beim ersten Wahlgang Mitte März mit 33,2 Prozent (1063 Stimmen) zwar eine deutliche Majorität des abgegeben Votums erreichen können, verfehlte jedoch ebenso die erforderliche absolute Mehrheit wie die weiteren damals noch sieben Mitbewerber. Der 62-Jährige ist zudem derzeit Regionalchef für die Bereiche Qualität, Sicherheit und Umwelt sowie zweiter Vizepräsident der Regionalgesellschaft „Grand Paris Sud Est Avenir“.

In einem Glückwunschschreiben gratulierte Lauda-Königshofens Bürgermeister Dr. Lukas Braun Régis Charbonnier zu seiner Wiederwahl als Bürgermeister in der französischen Partnerstadt.

Auf dem zweiten Rang landete Fabrice Ngaliema (Divers gauche – Diverse Linke) mit 27,9 Prozent (899) der abgegebenen gültigen Stimmen. Dritte wurde knapp dahinter Laure Thibault (Les Républicains – Die Republikaner) mit 27,2 Prozent (879 Stimmen). Ngaliema war in der ersten Wahlrunde mit 15,7 Prozent (501 Stimmen) auf dem dritten Platz gelandet, während Thibault mit 16,5 Prozent (527 Stimmen) damals Zweitplatzierte wurde.

Von den insgesamt 33 Sitzen des Stadtratsgremium in Boissy errang die von Régis Charbonnier angeführte Liste 25 Mandate. Nach dem Bürgermeister folgten auf den nächsten Plätzen Eveline Noury, Michel Barthes, Claire Gassmann und Pierre Chavinier. Sowohl auf die von Fabrice Ngaliema angeführte Liste „Boissy, c’est vous“ (Boissy, das sind Sie“) als auch auf die Liste „Rassemblés et engagés pour Boissy“ („Vereinigt und engagiert für Boissy“) mit Laure Thibault an der Spitze entfielen jeweils vier Sitze.

Die Beteiligung in der rund 16 500 Einwohnern zählende Partnerstadt Lauda-Königshofens, die etwa 18 Kilometer südöstlich von Paris im Département Val-de-Marne liegt, betrug in dieser zweiten Runde der Kommunalwahlen 38,3 Prozent. Dies bedeutete einen leichten Anstieg gegenüber dem ersten Durchgang am 15. März mit 38 Prozent.

Aufgrund der Corona-Krise fanden nach einem Beschluss der französischen Staatsregierung die Zweitwahlen nicht wie ursprünglich geplant bereits eine Woche nach dem ersten Wahldurchgang am 22. März statt, sondern erst Ende Juni.

„Wir sind sehr erleichtert. Der Wahlkampf und die Umstände mit dreieinhalb Monaten Pause zwischen den beiden Wahlgängen waren ganz besonders hart“, unterstrich Bürgermeistervertreterin Claire Gassmann in einer kurzen Stellungnahme. „Auch wenn wir uns eine stärkere Wahlteilnahme gewünscht hätten, die aber allgemein landesweit sehr niedrig lag, war der Sieg klar und unbestreitbar“, hob sie hervor. Die Einführung des Gemeinderates erfolge am nächsten Freitag. Dann werde Régis Charbonnier auch offiziell zum Bürgermeister gewählt und die stellvertretenden Bürgermeister ernannt.

Die französisch-deutsche Städtepartnerschaft zwischen Boissy und Lauda-Königshofen wurde 2001 unter der Regie von Urbain und dem damaligen Bürgermeister Otmar Heirich offiziell besiegelt sowie unter deren Nachfolger Régis Charbonnier und Thomas Maertens kontinuierlich lebendig fortgesetzt. Folglich können beide Kommunen und deren Partnerschaftskomitees 2021 Jahr das 20-jährige Bestehen dieser „Jumelage franco-allemand“ feiern.

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