Lauda / Königshofen

Leserbrief Zu gesperrten Radwegen

Radler haben keinen Stellenwert

Archivartikel

In meinem Leserbrief vom 31. Juli habe ich über den Stellenwert von Fußgängern, Radfahrern und Anwohnern der Becksteiner Straße geschrieben. Und auch, dass das Auto in unserer Stadt einen höheren Stellenwert hat als die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer und der Lärmschutz der Anwohner.

Das ich damit Recht habe, zeigt sich erneut durch die Arbeiten der neuen Wasserleitungen, die unter dem Radweg zwischen Lauda und Königshofen verlegt werden. Ich will gleich vorweg nehmen: Ich finde die eigene neue Wasserversorgung prima. Aber müssen die Leitungen eigentlich unter den Radweg gelegt werden? Hat sich da kein besserer, auch preisgünstigerer Weg finden lassen, als eine Straße im guten Zustand wegzureißen und nachher neu zu bauen?

Was mich als umweltbewusster Radfahrer aber so richtig nervt: Die Umleitungsstrecke für Radfahrer führt jetzt über die K 2832, also über den Kasernenberg. Leider hat man wohl vergessen, dass dort die Auto gerne mit 100 Stundenkilometer und mehr fahren. Und wenn tatsächlich jemand langsamer fährt, dann wird der gerne überholt. Auf so einer Straße fühlt man sich als Radfahrer sehr unsicher!

Wer immer diese Umleitungsstrecke ohne gleichzeitige Geschwindigkeitsbeschränkung und Überholverbot geplant hat, darf sein Lehrgeld gerne zurückgeben!

Für Radfahrer ist es auch sonst gerade ziemlich schwierig in Lauda-Königshofen: Die Pfarrstraße in Lauda (Radweg nach Tauberbischofsheim) seit rund einem halben Jahr gesperrt. Zwischen Lauda und Königshofen ist jetzt für längere Zeit gesperrt. In Königshofen ist die Eisenbahnstraße seit längerem gesperrt; hier gibt es aber wenigstens eine, wenn auch schlechte, Umleitung. In Unterbalbach am alten Sportplatz immer noch gesperrt.

Würde man mit Autofahrern identisch umgehen, wäre der Aufschrei riesig. Aber so trifft es ja nur die Radfahrer.

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