Lauda / Königshofen

Katholische Kirche Seelsorgeeinheit startete in zwei Gruppen von Königshofen und Lauda aus

Pilgermarsch zu Fuß nach Walldürn

Lauda-Königshofen.Die katholische Seelsorgeeinheit Lauda-Königshofen veranstaltete jüngst ihre traditionelle Fußwallfahrt zum Hl. Blut nach Walldürn. Sowohl Lauda als auch Königshofen pflegen hier eine jahrzehntelange Tradition, welche sich im Pilgergottesdienst in Walldürn auch in verschiedenen Ehrungen von Teilnehmenden widerspiegelte.

Nach den Vorarbeiten vieler Helfer machten sich die zwei Pilgerzüge von Königshofen sowie von Lauda auf ihren langen Pilgerweg zu Fuß nach Walldürn auf, wo man rund acht Stunden später zusammen eintraf.

Während sich um 2.45 Uhr in der Nacht die Wallfahrenden in Lauda versammelten, begann man bereits um 2.30 Uhr in Königshofen, um nach einer kurzen Begrüßung, organisatorischen Hinweisen und einem Segensgebet durch die begleitenden Pfarrer mit dem jeweiligen Pilgerzug zu Fuß nach Walldürn aufzubrechen.

Die Pilgergruppen zogen mit Pfarrer Stefan Märkl von Königshofen aus und Pfarrer Ralph Walterspacher von Lauda aus singend und betend mit Fahnen und Kreuz durch die Ortschaften. Pilgernde, denen die gesamte Strecke zu weit war, schlossen sich ab Waldstetten an.

Beide Pilgergruppen waren zügig unterwegs und erreichten pünktlich ihre Rastplätze in Buch (Königshofen) bzw. Erfeld (Lauda). Auffallend war wieder, dass sich der Trend der letzten Jahre zu jüngeren Teilnehmern fortsetzt. Beide Pilgerzüge lagen jeweils gut in der Zeit, so dass man sich wie vorgesehen gegen 8.30 Uhr in Waldstetten zu einem gemeinsamen großen Pilgerzug vereinen konnte.

Gesichert von Begleitfahrzeugen, Verkehrssicherungskräften sowie den Ersthelfern der Malteser machten sich dann 130 Pilgerinnen und Pilger auf die letzte anstrengende Etappe nach Walldürn. Neben Pilgern aus diversen umliegenden Städten und Gemeinden waren vor allem aus Lauda-Königshofen Pilgernde dem Aufruf gefolgt. Letzte Kräfte wurden mobilisiert, als man auf einem eben verlaufenden Weg mit Sicht zu den Kirchtürmen der Basilika den Hinweis „2000 Meter bis zum Haupteingang“ lesen konnte.

Dieser Schriftzug wurde wohl durch freundliche Menschen angebracht, um die teils von den Strapazen gezeichnete Pilgerschar für die letzte Wegstrecke zu motivieren. An einem besonders schön gelegenen Bildstock neben einem Bauernhof hielt man inne. Pfarrer Walterspacher gab einen letzten geistlichen Pilger-Impuls. Hierbei zitierte er auch aus dem jüngsten Schreiben von Papst Franziskus „An das pilgernde Volk Gottes in Deutschland“, bevor es zum eigentlichen Ziel des Pilgerweges in die Basilika weiterging.

Auch in diesem Jahr waren die im Himmel für das Wetter verantwortlichen Schutzengel der Seelsorgeeinheit wohlgesonnen. Bei bestem Pilgerwetter kamen alle Pilgernden wohlbehalten, unverletzt und müde, aber glücklich in Walldürn an.

Um 11 Uhr zog man unter der musikalischen Begleitung der Musikkapellen Messelhausen und Oberlauda feierlich in die Basilika mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ ein. Außer der Seelsorgeeinheit Lauda-Königshofen waren noch andere Gemeinden mit dabei. Auch Christen und ehemalige Wallfahrende aus der Seelsorgeeinheit, für welche der Fußweg zu weit und zu anstrengend geworden ist, fuhren nach Walldürn, um beim Gottesdienst dabei sein zu können.

Der von Hauptzelebrant Pfarrer Märkl aus Lauda-Königshofen sowie unter anderem von den Pfarrern Walterspacher und Feuerstein mit Diakon Schnurr zelebrierte Gottesdienst stand unter dem Wallfahrtsmotto „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben (Joh 14,6)“. Nach dem Gottesdienst gab es einige Ehrungen für langjährige Wall-fahrtsteilnahmen. Das Fazit der Organisatorenteams aus Königshofen und Lauda: eine wiederum rundum gelungene Wallfahrt.