Lauda / Königshofen

Bürgermeisterwahl Kandidat Mirco Göbel stellte sich in Messelhausen vor

Ortsteile künftig mehr berücksichtigen

Archivartikel

Messelhausen.Nach einer kurzen persönlichen Vorstellung kam Bürgermeisterkandidat Mirco Göbel im Sportheim des VfB Messelhausen schnell zu einigen zentralen Botschaften: „Funktionierende gut geführte Vereine sind ein hervorragendes Instrument, unsere Kinder und Jugendliche in die Zivilgesellschaft unseres demokratischen Gemeinwesens einzuführen. Gemeinschaft, Solidarität, Empathie und Bildung sind Grundpfeiler, die in der Jugend erworben werden und für ein erfolgreiches Berufsleben unabdingbar sind.“

Dass er aus zahlreichen Bewerbern als Leiter der Erstaufnahme ausgewählt worden sei, führte Göbel aus, habe sicherlich auch mit seinen pädagogischen Erfahrungen zu tun, aber auch mit seiner Fähigkeit, die Verwaltung mit einem demokratisch-integrativen Führungsstil zu leiten. Diese positiven Erfahrungen in die Stadtverwaltung Lauda-Königshofens einbringen zu können, könnte helfen, das teilweise doch sehr angespannte Verhältnis Bürger-Stadtverwaltung zu entkrampfen.

Bei seinen Ortsrundgängen in den Stadtteilen mit Gemeinderäten oder Ortsvorstehern wurde deutlich, dass sich gerade in den dörflichen Ortsteilen die Mandatsträger mit ihren Problemen abgehängt fühlen. So hätten zwei Ortsvorsteher, die im Mai letzten Jahres gewählt wurden, noch immer kein eigenes Büro. Kein Zeichen für Bürgernähe.

„Im Falle meiner Wahl werde ich in den Ortsteilen Bürgersprechstunden durchführen und vor Ort sein, wenn die Entscheidung des Bürgermeisters gefordert ist. Der heute fast inflationär gebrauchte Begriff Integration hat nach meinem Verständnis eine viel weitergehende Bedeutung als er in der Flüchtlings- oder auch in der Behindertenarbeit Anwendung findet. In Bezug auf Jugendlichen muss klar sein, dass wir ihre berechtigten Forderungen etwa im Bereich der Kommunikation oder des Umweltschutzes nicht durch bloße Symbolpolitik ausbremsen. Im Sinne der Integration muss man sich überlegen, wie man die Erfahrungen der Senioren besser in das kommunalpolitische Tagesgeschäft mit einbeziehen kann. Der Behindertenbeauftragte des Kreises, Höfling, sollte von einem Seniorenbeirat flankiert werden, der sich um die Anliegen der älteren Generation kümmert und beide so dauerhafte gemeinsame Berater des Rathauses werden, wenn es um Fragen der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, der Barrierefreiheit, der Pflege und der Mobilität geht.“ pm

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