Lauda / Königshofen

Ehrung Firma Lauda zeichnete Jutta Mark und Gabriele Wobser für ihre Treue zum Unternehmen aus

Mut, Neugierde und großes Engagement gelobt

Lauda-Königshofen.Nachdem die Firma Lauda im September bereits drei Mitarbeiter für ihr 50 Jahre Betriebstreue ehren durfte, standen nun weitere Ehrungen an: Beim Weltmarktführer für exakte Temperierung wurden zwei Mitarbeiterinnen ausgezeichnet. Jutta Mark und Gabriele Wobser wurden für ihre 40-jährige Treue von der Geschäftsführung im Beisein des Führungskreises, des Bürgermeisters von Lauda-Königshofen, sowie Freunden und Weggefährten geehrt.

„Heute feiern wir zwei Mal 40 Jahre Betriebszugehörigkeit“, eröffnete der Geschäftsführende Gesellschafter von Lauda, Dr. Gunther Wobser, die Veranstaltung, die unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln durchgeführt wurde. Er begrüße hier „zwei ganz besondere Menschen“, so Dr. Gunther Wobser, die sich seit vier Jahrzehnten mit Engagement und Hingabe den Herausforderungen eines internationalen Industrieunternehmens stellten. Als Anerkennung ihrer langjährigen Treue überreichte der Geschäftsführende Gesellschafter den beiden Jubilarinnen die Ehrenurkunde.

Die 1963 in Würzburg geborene Jutta Mark begann am 8. September 1980 ihre Ausbildung zur Bürokauffrau beim Weltmarktführer. Ihre Sprachkenntnisse, so Dr. Gunther Wobser, hätten sie dabei besonders ausgezeichnet. Folgerichtig war deshalb 1982 der Start im Vertrieb Export – ihre Traumabteilung, wie Jutta Mark selbst sagt: „Das war für mich die große weite Welt.“ Als für Lauda die Kunden des Geschäftsbereichs OEM (Original Equipment Manufacturer) immer wichtiger wurden, wechselte Jutta Mark 2009 in den Vertrieb OEM und war dort stark in die Gesamtorganisation eingebunden. Mit „Mut“ hobt Dr. Gunther Wobser diesen Wechsel hervor, „Neugierde“ nannte es Jutta Mark. Bei OEM wurde Jutta Mark zum Dreh- und Angelpunkt der Kundenkommunikation und eignete sich mit vielen Lehrgängen Fach- und Produktwissen an. Thorsten Eilers, Geschäftsleiter OEM, bedankte sich bei Jutta Mark in seiner Laudatio als „die gute Seele von OEM“, die mit ihren ausgezeichneten Fremdsprachenkenntnissen den Kunden stets mit Rat und Tat zur Seite stehe.

Gabriele Wobser, geboren 1963 in Tauberbischofsheim, begann ihre Karriere bei Lauda mit einer Ausbildung zur Technischen Zeichnerin. Nach dem erfolgreichen Abschluss wechselte sie in den Bereich Entwicklung/Konstruktion, heute Forschung & Entwicklung, dem sie für die nächsten 20 Jahre treu blieb. Ihre Arbeit dort war, so Dr. Gunther Wobser, „immer eine Herausforderung“, und „immer an kritischen Schnittstellen“. So verantwortete Gabriele Wobser unter anderem die zeitkritische Erstellung von Betriebsanleitungen. Im Jahr 2004 wechselte Gabriele Wobser zur Sparte Heiz- und Kühlsysteme, dem Anlagenbau des Temperiergeräteherstellers. Dort wurde sie 2009 zur Leiterin Konstruktion und Dokumentation ernannt, seit 2014 ist sie Leiterin Konstruktion Heiz- und Kühlsysteme. Dabei scheute sie keine Herausforderung, berichtete Dr. Gunther Wobser, was sich auch am Wandel ihres ursprünglichen Berufsbildes hin zu 3D-Konstruktion mit komplexen digitalen Programmen und einer entsprechend hohen Zahl an Fortbildungen der Jubilarin zeigte. Auch ihr Vorgesetzter, Geschäftsleiter Heiz- und Kühlsysteme, Alfred Semrau, erinnerte in seiner Laudatio an die handwerklichen Höchstleistungen von Technischen Zeichnern in den 1980er Jahren. Heute sei dieser Beruf arbeitstechnisch und auch kommunikativ intensiver und komplexer geworden, so Alfred Semrau. Gabriele Wobser habe sich damals „ruckzuck“ integriert und sei nicht nur dank ihres technischen Interesses schnell zur geschätzten Kollegin geworden.

Lobende Worte fand auch Bürgermeister Dr. Lukas Braun, der innerhalb von wenigen Wochen bereits zum zweiten Mal die Ehre hatte, langjährige Jubilare bei Lauda zu beglückwünschen. „Man merkt nicht nur am Namen, dass Lauda ein Familienunternehmen ist, sondern auch an der Taktung der Jubilare“, so Dr. Lukas Braun. Beim Unternehmen sehe man gut gelebte, mittelständische Familienkultur, ein „wichtiges Gut in Zeiten wie diesen“. „Lauda ist ein Hort der Stabilität in der Region“, schloss Dr. Lukas Braun und überreichte den beiden Jubilarinnen die Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg.

Im Namen der gesamten Belegschaft bedankte sich der Betriebsratsvorsitzende Elmar Mohr bei den beiden Jubilarinnen und hob ihre Leistung in einer von Männern dominierten Branche hervor. Gerade in technischen Berufen seien Frauen noch immer viel zu selten, erklärte Elmar Mohr. pm

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