Lauda / Königshofen

Förderung 840 300 Euro fließen nach Lauda-Königshofen

Modernisierung der Regenwasserbehandlung

Archivartikel

Stuttgart/Lauda-Königshofen.Das Regierungspräsidium Stuttgart hat Landesmittel in Höhe von insgesamt 5 909 800 Euro für den Ausbau und die Anpassung von Regenwasserbehandlungsanlagen freigegeben. Die Stadt Lauda-Königshofen wird mit 840 300 Euro unterstützt.

„Eine zukunftsfähige Regenwasserbehandlung ist ein zentraler Baustein für einen erfolgreichen Gewässerschutz und damit eine nachhaltige Investition für die Umwelt“, sagte Regierungspräsident Wolfgang Reimer. Mit den Fördermitteln werden die Regenwasserbehandlungsanlagen mit der neuesten Mess-, Steuer- und Regeltechnik ausgestattet und an ein zentrales Leitsystem angeschlossen. Damit kann das vorhandene Volumen der Regenwasserbehandlungsanlagen besser ausgeschöpft und die Reinigungsleistung erheblich gesteigert werden.

Gleichzeitig wird die Überwachung der Anlagen deutlich verbessert, wie auch Oliver Litterer, Leiter des Tiefbauamtes in Lauda-Königshofen erläutert. Die Höhe des Förderantrags sei annähernd so hoch gewesen, wie nun der Bescheid ausgefallen ist. „Wir sind sehr froh“, unterstrich Oliver Litterer. Von den insgesamt 18 Regenüberlaufbecken im Stadtgebiet werden nun 15 mit der neuen Technik ausgestattet, zudem zwei Pumpwerke.

Insgesamt seien hierfür Kosten von rund 1,5 Millionen Euro vorgesehen, davon seien 1,1 Millionen Euro förderfähig. Nun habe man einen Betrag von zirka 840 000 Euro erhalten. Die Maßnahmen sollen in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden, so Litterer.

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hatte die Betreiber im Juli 2018 über die Wasserbehörden veranlasst, bis zum 31. Dezember 2024 stufenweise alle Regenüberlaufbecken mit Messeinrichtungen auszurüsten. Mit der Nachrüstung und Anpassung dieser Anlagen kann eine deutliche Verringerung der Überlaufhäufigkeit und damit eine erhebliche Reduzierung der Schmutz- und Nährstofffrachten in das Ökosystem der Gewässer erzielt werden, heißt es in der Pressemitteilung.

Umweltminister Franz Untersteller sagte: „Es freut mich, dass die Betreiber so engagiert mitmachen und ihre Anlagen auf den neuesten technischen Stand bringen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Gewässerreinhaltung. Außerdem können sie mit der Mess- und Fernwirktechnik die Überwachung der Anlagen entscheidend verbessern und so auch Störungen wie beispielsweise Verstopfungen rechtzeitig erkennen und Gewässerverunreinigungen verhindern.“ rp/ber

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