Lauda / Königshofen

Kunst Linoldrucke von Rosemarie Lux und Uwe Stephan im November in der Galerie „das auge“

Miteinander von Formen und Farben verschiedenster Intensität

Lauda.Linoldrucke von Rosemarie Lux und Uwe Stephan zeigt die November-Ausstellung beim Kunstkreis Lauda-Königshofen in der Galerie „das auge“. Zur Eröffnung hieß der Kunstkreis-Vorsitzende Norbert Gleich zahlreiche Gäste aus dem gesamten Taubertal willkommen.

Einen neuen Abschnitt in der Kunst der beiden Protagonisten, angeregt durch eine Ausstellung im Würzburger Kulturspeicher, zeige die aktuelle Ausstellung mit Linolschnitten, machte Kunsthistorikerin Heike Uibel in ihrer Einführung deutlich. Durch den internationalen Wettbewerb „Linolschnitt heute“ rangiere der Linolschnitt gleichrangig neben dem Holzschnitt als künstlerische Technik.

Den Werkstoff Linoleum und seine fast zufällige Entstehung erläuternd, ging die Laudatorin auf die Gleichheit der Technik des Linolschnitts mit dem rund 500 Jahre älteren Holzschnitt ein.

...und manchmal treten sie die Kunst auch mit Füßen – wie bitte? Laudatorin Heike Uibel klärt auf: „Für den Linolschnitt, -druck braucht man nicht unbedingt eine Presse. Man kann auch mittels Handabrieb den Schnitt auf ein saugfähiges Papier übertragen“. Und hier kommen bei Bedarf auch die Füße ins Spiel, wenn nämlich etwas größerer Druck notwendig wird.

Rosemarie Lux, „bekannt als Buchhändlerin und auch als Malerin schon ein ‘alter Hase“‘, wie Heike Uibel sagt, und Uwe Stephan arbeiten beim Linolschnitt zusammen; die Druckplatten bearbeiten sie meist getrennt.

Unterschiedliche Bearbeitung

„Die Bearbeitung ist sehr unterschiedlich: Mal mit herkömmlichen Linolschnittmessern, mit einer Bohrmaschine mit unterschiedlichen Aufsätzen oder anderen spitzen Gegenständen. Gepresst wird mit unterschiedlichem Druck; wenns sein muss, werden die Platten auch mit Füßen getreten... Es gibt hier Vieles zu sehen. Lassen Sie die Drucke auf sich wirken. Genießen Sie das Miteinander von Formen, Farben und unterschiedlicher Intensität.“ Soweit die Laudatorin.

Uwe Stephan, erwähnt sie noch unter anderem, engagiert sich seit einigen Jahren für das Gerlachsheimer Buchler-Haus im Verein „KulturGut“, organisiert hier wechselnde Ausstellungen und hat auch mit eigenen Objekten daran teilgenommen.

Am Sonntag, 10. November, findet um 15 Uhr eine Druck-Vorführung auf der historischen Kniehebelpresse statt – und am Sonntag, 1. Dezember, gibt es eine Finissage mit einer Lesung von Bernd Marcel Gonner. irg

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