Lauda / Königshofen

Leserbrief Zu „Heftige Kritik an Vorratsbeschluss“ (FN, 18. 12.)

Mit Maß und Mitte im Interesse aller

Zu dem gefassten Beschluss des Gemeinderates im November (Aufstellungsbeschlüsse) mit Blick auf künftige Bauflächen ein paar ergänzende Anmerkungen:

Noch sind keinerlei Bebauungspläne ausgearbeitet. Es ging mit dem Beschluss darum, das „Heft des Handeln“ in der Hand zu halten, nachdem Paragraph 13b BauGB als Rechtgrundlage zum Jahresende ausläuft.

Selbstverständlich ist es unser Ziel als Gemeinderat, dass aus diesen Aufstellungsbeschlüssen Bebauungspläne entwickelt werden, die bestmöglich mit unserer heimischen Flora und Fauna in Einklang stehen.

Hier gibt es nämlich zwei Seiten einer Medaille, die man würdigen muss: auf der einen Seite wollen wir jungen Familien in möglichst allen Stadtteilen die Chance geben, ihr künftiges Eigenheim zu erbauen und damit letztlich die örtliche Struktur stärken und erhalten. Andernfalls sind die jungen Leute weg, wenn ewig nichts voran geht – das hat die jüngere Vergangenheit immer wieder deutlich gemacht.

Auf der anderen Seite ist uns selbstverständlich auch der Natur- und Landschaftsschutz sehr wichtig. Dies in Einklang zu bringen, ist Aufgabe des Gemeinderates, der – und ja nur dann – Bebauungspläne beschließt, welche diesen Aspekten gerecht wird.

Die vom Gemeinderat im November mit breiter Zustimmung verabschiedete Vorlage soll nur als erster Anstoß und Nutzung der noch günstigen rechtlichen Lage gesehen werden. Die konkrete Ausarbeitung der Bebauungspläne steht erst noch aus, wenn vor Ort tatsächlich Bedarf ist. Die meisten Gebiete sind im Übrigen jetzt schon Flächen, die mit den Ortschaftsräten abgestimmt sind und ohnehin in die künftigen Erwägungen als Handlungsoptionen einmünden würden.

Im Übrigen wollen wir weiterhin dem Anliegen „Innenentwicklung“ Rechnung tragen, dürfen aber auch nicht nur einseitig verfahren. Nicht überall gibt es Potenzialflächen und selbst wenn, ist es oft ein steiniger Weg; auch das hat die Vergangenheit gezeigt. Unser Ansatz daher: alles mit Maß und Mitte – und das im Interesse Aller!

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