Lauda / Königshofen

Gemeinderat Bei den Kommunalwahlen im Mai erzielte die Freie Bürgerliste erstmals mehr Stimmen als die CDU

Mehrheitsverhältnisse änderten sich

Archivartikel

Lauda-Königshofen.Der Gemeinderat von Lauda-Königshofen hat sein Gesicht geändert. Erstmals in der Geschichte der Stadt hat die Freie Bürgerliste (FBL) die meisten Stimmen bei den Kommunalwahlen Ende Mai errungen und damit den jahrzehntelangen „Platzhirsch“ CDU auf Platz zwei verdrängt. Beide Fraktionen stellen seitdem jeweils zwölf Stadträte, die SPD/Freien Bürger kommen auf fünf Sitze.

FBL und SPD/Freie Bürger, die sich in zahlreichen Punkten ihrer Kommunalpolitik ähnlich sind, bringen es damit zusammen auf 17 Stimmen und bauten dadurch ihre bisherige hauchdünne Mehrheit von einer Stimme weiter aus. Die CDU, die schon 2014 zwei Sitze verloren hatte, muss nun auf weitere zwei Stadträte verzichten.

Durch den Stimmenzuwachs erhob die FBL im neuen Gemeinderat erstmals auch den Anspruch auf das Amt des ersten stellvertretenden Bürgermeisters. Diesen Posten hat nun Hubert Segeritz, der bisherige Fraktionschef der Freien Bürgerliste, inne. Er war auch mit 4946 Stimmen der „Stimmenkönig“ bei der Wahl.

Die Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse machte sich bereits bei ersten Abstimmungen bemerkbar. So lehnte die Freie Bürgerliste gemeinsam mit der SPD/Freie Bürger-Fraktion die geplante Einführung einer Bürger-App durch die CDU ab.

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