Lauda / Königshofen

Kunst Peter Zaumseil und Ludwig Laser stellen bis Ende Januar in der Lauda FabrikGalerie aus

Malerei und Grafik treffen auf Keramik

Lauda.Die große Vernissage der Lauda FabrikGalerie am Donnerstag, 5. Dezember, um 19.30 Uhr zeigt die Werke von gleich zwei Künstlern: Peter Zaumseil, der schon einmal in der FabrikGalerie ausgestellt hat, und Ludwig Laser. Besucher können die Ausstellung mit dem Titel „Im Doppelblick“ bis zum 31. Januar nach Anmeldung (E-Mail: info@lauda.de, Telefon 09343/503-0) erleben. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 14 Uhr.

Die Vernissage der Lauda FabrikGalerie lässt das Jahr mit einer Premiere zu Ende gehen. Gleich zwei Künstler geben sich die Ehre, ihre Werke dem interessierten Publikum zu präsentieren. Die Malerei und der Holzschnitt des Peter Zaumseil treffen auf die Keramik-Werke von Ludwig Laser, die künstlerische Auseinandersetzung mit Natur und Landschaft auf das Wesen der Keramik mit ihren unterschiedlichsten Farben und Formen. Beide Künstler kennen und schätzen sich seit langem, es ist nicht ihre erste gemeinsame Ausstellung.

Peter Zaumseil, 1955 in Greiz, Thüringen geboren, beschäftigt sich schon früh mit der Kunst, er wird gefördert und erweitert sein Wissen in Kunstschulen, Lehrgängen und Förderklassen. Er widmet sich der Malerei, seine Motive entspringen der tiefen Liebe zur Natur, die er durch zahlreiche Studienreisen rund um die Welt aber auch durch die nahe Landschaft des Greizer Park entwickelt.

Er fängt sie in seinen Bildern ein, farbenfroh und kontrastreich, immer mit der Einladung an den Betrachter verbunden, darin spazieren zu gehen und zu verweilen.

Ende der 1980er Jahre wendet Peter Zaumseil sich dem Holzschnitt und dem Farbholzschnitt zu. Seine bevorzugte Drucktechnik wird die „verlorene Form“. Dabei werden alle Farben mit demselben Druckstock gedruckt. Im Verlauf passt der Künstler die Form an und schneidet einzelne Partien heraus. So bleibt jeder Abzug einzigartig und individuell, ein Kopieren oder Nachdrucken ist unmöglich.

Mit dieser Technik entstehen kontrastreiche Drucke mit leuchtender Farbgebung, die die lebendige Oberfläche des Holzes einfangen und bewahren. Die Druckstöcke selbst verwandelt Peter Zaumseil nach der Entstehung des Drucks in ein eigenständiges Kunstwerk, das erneut bearbeitet und bemalt wird.

Ludwig Laser hat sein Leben der Keramik verschrieben. Aufgewachsen in Blankenfelde bei Berlin absolviert er seine Lehre in der Töpferei Kiesel in Crinitz und in Berlin und legte 1988 erfolgreich seine Meisterprüfung ab. Sein künstlerisches Heim findet er in einem alten Bauernhof in Obergeißendorf in Ostthüringen, den er saniert und zur Werkstatt mit Atelier und Scheunengalerie umfunktioniert hatr. Seit 2006 organisiert er Ausstellungen in seiner Galerie und führt Projekte mit befreundeten Künstlern durch – einer davon ist Peter Zaumseil, mit dem er nun gemeinsam das künstlerische Jahr der FabrikGalerie beschließt.

Die künstlerische Bandbreite von Ludwig Laser spiegelt seine umfangreiche Kenntnis über das Material Ton wider: Seine Werke, Gefäße oder Skulpturen entstehen als salzglasiertes Steinzeug, als technisch anspruchsvolle Kristallglasur oder mithilfe der japanischen Brenntechnik Raku.

Die Gestaltung seiner Gefäße sieht der Künstler als individuellen Schöpfungsakt, durch den er seine künstlerischen Auffassungen und Weltsichten vermitteln kann. fgl

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