Lauda / Königshofen

FabrikGalerie Ausstellung mit Werken von Sigrid Artmann

Leidenschaftliche Bildsprache

Lauda.„Verstehen kann man das Leben nur rückwärts – leben muss man es vorwärts“: Sigrid Artmann hat bereits mit einem Werk am Fuß der repräsentativen Treppe in der FabrikGalerie Lauda eine elementare Feststellung „ins Bild gesetzt.“

„Grüße ins Wohnzimmer“ sandte Dr. Gunther Wobser, der die in Oberbayern geborene und in Ludwigsburg lebende Künstlerin willkommen hieß, bei seiner Begrüßung der „virtuellen Gäste“ im ungewohnten Format der Eröffnung. Die entstandene Leere nach dem Tod von Norbert Gleich – dass die Eröffnung der Langguth-Ausstellung am 5. Februar die letzte mit seiner Mitwirkung war, konnte niemand ahnen – bewirkt nun auch eine Veränderung im gesamten Gefüge der FabrikGalerie. Eine beständige, über Jahrzehnte gewachsene Zusammenarbeit endete abrupt.

Sigrid Artmann ist nach der Corona-Pause die erste Ausstellerin, und sie zeigt große Freude darüber. Der Kunst des Schreibens gewidmet, sieht Artmann die Kalligrafie einzigartig. Der Weg dahin begann sehr früh. Schon als Kind kopierte sie Omas Schrift, ging später konsequent den Weg mit Kalligrafie-Workshops bei nationalen und internationalen Künstlern. Sie selbst nennt „kalligrafisch historische Schriften, aber auch die individuelle Handschrift“ ihre Leidenschaft.

Leidenschaftlich sieht sie auch die Welle des Lebens. Ihre Devise: Voll Vertrauen stete Wandlungen erleben und akzeptieren. Als Autodidaktin hat sie eine eigene Bildsprache entwickelt, seit 2009 werden ihre Werke deutschland- und weltweit ausgestellt und wurden bereits mehrfach prämiert. Mit dem German Design Award wurde sie in diesem Jahr und mit dem internationalen Preis der Kalligrafie bereits 2014 ausgezeichnet.

Einen völlig anderen Charakter als ein Bild zeige die Performance, stellte die Künstlerin fest und bewies es lebendig und anschaulich. In schwungvollen Zügen entstand die künstlerische Ausfertigung des Lauda-Firmenlogos, kommentiert mit der Bedeutung der Farben – Rot für Wärme, Blau zeigt die kühle Variante.

Die von Artmann gestellte Frage „Warum FabrikGalerie“? findet eine einleuchtende Antwort: Sie ist ein lebendiger Ort, wo viele Menschen ein- und ausgehen. Sigrid Artmanns Abschied enthält die Hoffnung auf weitere Kontakte.

Zu sehen ist die Ausstellung Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, freitags von 9 bis 14 Uhr nach Voranmeldung. irg

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