Lauda / Königshofen

Seelsorgeeinheit Lauda-Königshofen Erste Bilanz der Entwicklungen seit den wegen der Corona-Pandemie geltenden Einschränkungen gezogen

Konstituierende Sitzung des katholischen Pfarrgemeinderats

Archivartikel

Lauda-Königshofen.Fast zwei Monate später als geplant fand in der katholischen Seelsorgeeinheit Lauda-Königshofen die konstituierende Sitzung des Pfarrgemeinderats statt. Der bisherige Vorsitzende Günter Deppisch leitete die Zusammenkunft und bleibt bis zu den Wahlen im Juli weite kommissarisch im Amt. 25 der 26 Mitglieder trafen sich mit dem Seelsorgeteam, auch um sich über die bisherige Zeit der Corona-Einschränkungen und gemeinsame Perspektiven auszutauschen.

Acht Wochen lang gab es keine öffentlichen Gottesdienste, dafür aber regelmäßige Hausgebete und Videos auf der Homepage sowie ausführlich gestaltete Stationen in allen Kirchen. Hier wurden in den Gemeinden kreative Wege beschritten, um miteinander als Gemeinde im Kontakt zu bleiben oder um Menschen, die Trost und Halt suchten, zu helfen. „In allen unseren Kirchen wurden sehr viele Kerzen angezündet. Vor allem anfangs fanden wir zahlreiche Gebetsanliegen, die uns tief berührt haben“, fasste Pfarrer Stefan Märkl seine Erfahrungen zusammen. Die Gemeinden nahmen dies als Auftrag zu überlegen, ob es nicht in allen Kirchen eine dauerhafte Möglichkeit zum Kerzenanzünden geben soll.

Viele Besuche, Anrufe und Krankenkommunionen, vor allem rund um Ostern, sowie die Bemühungen, die Menschen in den Altenheimen trotz strikter Einschränkungen zu begleiten, waren zwar öffentlich nicht so sichtbar, wurden aber trotzdem zu einer der Hauptaufgaben.

Viel mehr Aufmerksamkeit bekamen ab dem ersten Mai dann die ersten öffentlichen Gottesdienste, die wieder stattfinden konnten. Mittlerweile sind in allen Gemeinden durch zahlreiche Ehrenamtliche die für den Infektionsschutz nötigen Vorbereitungen erfolgt. Zwei große Einschränkungen gibt es aber: der noch gebotene Verzicht auf das gemeinsame Singen und die begrenzte Sitzplatzanzahl, die wegen der Abstände nötig ist. Zwischen 19 Plätzen in Marbach und 55 Plätzen in Lauda können maximal besetzt werden.

Das Gremium sprach sich nach einiger Diskussion dafür aus, für die Sonntagsgottesdienste weiter die Möglichkeit zur Anmeldung zu bieten, diese aber an manchen Orten noch anzupassen. „Wir hoffen auch sehr auf das Verständnis der Kirchenbesucher, dass sie sich an die Hinweise der ehrenamtlichen Helfer halten und mithelfen, dass der Gottesdienstbesuch trotz aller Einschränkungen möglich bleibt“, waren sich die Gremiumsmitglieder einig. Die Anmeldung per Internet wurde noch einmal vereinfacht. Die Seelsorger ermutigten alle Verantwortlichen in den Gemeinden zu überlegen, inwieweit Gottesdienste so wie bereits in Deubach und Oberbalbach auch im Freien gefeiert werden können.

Vom Pfarrbüro hieß es, dass die Gottesdienstplanung ab Ende Juni wieder auf längere Sicht erfolgt und es dann wieder ein aktuelles Pfarrblatt „Nimm und lies“ geben wird.

Die Gemeindereferentinnen Patricia Merkel und Verena Stang informierten über die Möglichkeiten zur Feier von Erstkommunion und Firmung. Die Kommunionfamilien können sich entweder der Erstkommunion 2021 anschließen, oder in einem der kommenden Sonntagsgottesdienste mit zwei bis drei Familien zusammen die Kommunion zu feiern. Die Firmung soll durch die Pfarrer gespendet werden. Wie und wann ist noch offen. zug

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