Lauda / Königshofen

Jahreshauptversammlung Sportlerfamilie blickte auf ereignisreiches Jahr zurück / Weichen für Fußballer gestellt

Komplette Spielgemeinschaft mit der DJK

Archivartikel

Oberbalbach.Im Sportheim fand die Jahreshauptversammlung des SV Oberbalbach statt. Neben Neuwahlen standen vor allem der künftige Spielbetrieb im Fußball sowie die Jugendarbeit im Mittelpunkt.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Walter Neser und dem Totengedenken aufgerufen trug Jugendleiter Swen Beck seinen Bericht vor. Man müsse sich der Frage widmen, wo der Verein im Jugendbereich in ein paar Jahren steht und sich überlegen, wie man die Jugendlichen in die Seniorenmannschaft integriert bekommt beziehungsweise den Verlust von Jugendlichen entgegenwirkt. Ziel im Verein müsse laut Beck sein, für Kontinuität zu sorgen und die Nachwuchsarbeit weiter zu fördern.

Jugendabteilung

Die Jugendlichen spielen als Spielgemeinschaften mit Unterbalbach und Edelfingen im badischen oder württembergischen Fussballverband. Diese Kooperation mit den beiden Nachbarn verlaufe sehr gut und so bildet man bereits ab der E-Jugend Spielgemeinschaften um den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können. Ab der C- Jugend komme mit dem SV Königshofen noch ein weiterer Verein hinzu.

Nun ging Beck noch auf die einzelnen Mannschaften ein. Bei den Bambini nehmen durchschnittlich 15 Kinder das wöchentlich angebotene Training an. Die E-Jugend ist die Mannschaft die federführend über den SVO läuft. Aufgrund der großen Spieleranzahl konnten zei Mannschaften gestellt werden. Während die ältere und somit auch stärkere Mannschaft oft gut mit ihren Gegnern mithalte, musste sie am Spielende des Öfteren noch Lehrgeld bezahlen. Die jüngere Mannschaft schloss die Vorrunde auf dem zweiten Platz ab. Auch bei der D-Jugend verfügt man über zwei Mannschaften. Die D1 gewann ihre Qualifizierungsrunde ungeschlagen und qualifizierte sich somit für die Bezirksstaffel im Hohenlohischen Fußballkreis.

Die C-Jugend sei laut Beck zurzeit die stärkste Mannschaft, konnte sie doch alle Spiele gewinnen und stehen sogar im Pokalfinale. Im Sommer musste sich die Jugendleitung laut Beck überlegen, ob eine B-Jugend oder eine A-Jugend gemeldet werden soll. Auf Grund zu weniger Spieler konnte nur eine Mannschaft gestellt werden. Man entschloss sich eine A-Jugendmannschaft zu melden, bei der die B-Jugendlichen bereits integriert werden.

Anschließend gab er einen kurzen Ausblick auf 2020, da hier die Planungen für die neue Saison bereits laufen. Es werden wieder neue Jugendtrainer benötigt. Beck sprach die aktiven Spieler an, sich zu überlegen ob sie nicht als Jugendtrainer oder Betreuer zur Verfügung stehen könnten.

Zum Abschluss seines Berichts würdigte Beck alle Trainer und Betreuer für ihre ehrenamtliche Tätigkeit sowie alle Unterstützer der Jugend.

Gelungene Veranstaltungen

Schriftführer Florian Neser berichtete über die zurückliegenden Aktivitäten des Vereins. Seit der letzten Generalversammlung hatte der SVO sechs Veranstaltungen zu bewältigen. Hierzu gehörten das zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ausgetragene Relegationsspiel, sowie ein Rockabend mit der Band „Rocks off“. Weiter veranstaltete der Sportverein zwei Schlachtfeste und einen Werbeabend im Sportheim und den Skiausflug nach Schladming. Neser zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der einzelnen Veranstaltungen und bedankte sich bei allen Helfern, die hierzu beigetragen haben.

Christoph Neser, der Trainer der SG-Mannschaft berichtete über die abgelaufene letzte Runde und die anschließende Vorrunde. Das Ziel Aufstieg wurde mit der Meisterschaft realisiert. Frohen Mutes startete man laut Neser in die Sommervorbereitung, die alles andere als zufriedenstellend verlief und man musste daher im Sommer schon eine Krisensitzung abhalten. Vor allem die Trainingsbeteiligung beider Mannschaften ließ zu wünschen übrig. Nach der Vorrunde belege die SG-Mannschaft mit 26 Punkten und 37:30 Toren den fünften Tabellenplatz.

Insgesamt zeigte sich Neser damit zufrieden, bestehe doch noch die Chance den Relegationsplatz zur erreichen. Allerdings sei die Gegentrefferzahl zu hoch und man müsse das Defensivverhalten verbessern. Als Grund fügte Neser an, dass schon die komplette Runde über immer wieder Spieler an die erste Mannschaft abgeben werden müssen, da diese um den Ligaverbleib kämpft.

Neser verkündet Rücktritt

Die Wintervorbereitung sei witterungsbedingt ebenfalls nicht optimal verlaufen, trotzdem hoffe er auf eine gute Rückrunde. Zum Schluss teilte Spielertrainer Neser mit, dass er am Rundenende den Verein verlassen werde. Er habe nach Entlassung des ersten Mannschaftstrainers diesen Posten übernehmen wollen, allerdings wurde anders entschieden. Unter anderem auch aus diesem Grund stehe er in der neuen Runde, in der es eine komplette Spielgemeinschaft geben soll, nicht mehr zur Verfügung. Zudem müsse man schauen, ob in der neuen Runde überhaupt zwei Mannschaften gemeldet werden können, da viele Spieler kürzer treten oder aufhören möchten.

Über die Tennisabteilung berichtete stellvertretend Thomas Leber. Eine Mannschaft konnte wie in den Vorjahren nicht gemeldet werden. Trotzdem wurden beide Tennisplätze oft in Anspruch genommen. Neulinge seien laut Leber immer willkommen. Abschließend übermittelte Leber zufriedenstellende Zahlen der Tennisabteilung aus dem letzten Jahr.

Kassiererin Anja Knab konnte der Versammlung positive Zahlen aus dem vergangenen Jahr übermitteln. Michael Ruf sprach, im Namen der Kassenprüfer, eine makellose Führung der Kasse aus. Er beantragte anschließend die Entlastung des kompletten Vorstands, die von der Versammlung einstimmig erteilt wurde.

Neuwahlen

Bei den Neuwahlen fungierte Michael Ruf als Wahlleiter. Es wurden gewählt: Vorsitzender und Kassierer. Der künftige Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender: Walter Neser; Stellvertreter: Anton Renner; Kassenwart: Anja Knab; Schriftführer: Florian Neser; Jugendleiter: Swen Beck; Spielausschussvorsitzender: Manuel Schmitt. Den Ausschuss bilden Josef Heim, Thomas Leber, Josef Knab, Dieter Weinig, Karsten Dürr, Manuel Schmitt sowie Heiko Heim. Als Platzkassierer stehen Dieter Stumpf, Alfons Hönig, Karsten Dürr und Josef Knab zur Verfügung. Als Kassenprüfer fungieren Michael Ruf, Albert Klingert und Wolfgang Albert.

Anschließend übernahm der Vorsitzende Walter Neser wieder das Wort. Auch er ließ das vergangene Jahr nochmals Revue passieren. So berichtete er über den Verkehrsunfall im vergangenen April, bei dem der Zaun am Sportgelände stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Leider habe die beauftragte Firma den Zaun noch nicht repariert. Dies solle nun im nächsten Monat erledigt werden.

Neser informierte, dass der Förderzuschuss vom Badischen Sportbund für die Beregnungsanlage genehmigt wurde und nun vorliege. Weiter berichtete er, dass im Februar ein Orkan über das Sportgelände fegte. Durch die heftigen Windböen wurde die Gäste-Ersatzbank aus ihrer Verankerung gerissen. Um diese und weitere kleinere Reparaturen durchzuführen, plane man einen Arbeitseinsatz am Sportgelände. Anschließend gab er einen kleinen Ausblick auf 2020.

Schwierige Trainersuche

Hier sei für die neue Spielrunde eine komplette Spielgemeinschaft mit der DJK Unterbalbach geplant. Wahrscheinlich unter dem Namen SG Balbachtal. Die Suche nach einem neuen Trainer für die erste Mannschaft verlaufe allerdings sehr schwierig.

Bei der Aussprache bedankte sich Neser bei Platzwart Heiko Heim für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Zudem gab er in der Versammlung bekannt, dass wie bei der letzten Generalversammlung bereits angekündigt, der Mitgliedsbeitrag nun angepasst werden soll. Steigende Kosten machen diesen Schritt unumgänglich. Dieser Vorschlag wurde von der Versammlung einstimmig genehmigt.

Anschließend übergab Neser Ehrenmitglied Georg Rupp für seinen runden Geburtstag einen Präsentkorb. Auch Michael Ruf überreichte der Vorsitzende für seine Unterstützung ein kleines Präsent.

Ortsvorsteherin Noorlander übermittelte bedankte sich für die geleistete Arbeit.

Zahlreiche Wortmeldungen

Zahlreiche Wortmeldungen der anwesenden Mitglieder folgten bei der weiteren Aussprache. Im Vordergrund stand dabei die Frage wie es fußballerisch mit dem SVO weitergehe. Da immer wieder von kleineren Unstimmigkeiten bei der Zusammenarbeit in der bisherigen Spielgemeinschaft zu hören sei. Anregende und sachliche Diskussionen schlossen sich dieser Frage an.

Vor allem die Gewissheit, dass Spielertrainer Neser aufhören möchte, stoß auf völliges Unverständnis bei den anwesenden Mitgliedern. Laut ihrer Aussage verliere man dadurch einen seiner besten Spieler. Der Vorsitzende verwies darauf, dass es zukünftig nur gemeinschaftlich funktionieren kann. Ansonsten müssen in ein paar Jahren beide Vereine den Spielbetrieb einstellen. Natürlich hoffe auch er, dass Spielertrainer Neser seine Entscheidung nochmals überdenkt, dies werde sich allerdings erst in den nächsten Wochen zeigen. svo

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