Lauda / Königshofen

Klare Position

Archivartikel

Thomas Schreiner zum Neubau des Kindergartens in Königshofen

Der Gemeinderat und die Stadtverwaltung machen nach fünf Jahren Hin und Her endlich Nägel mit Köpfen. Statt den alten Kindergarten St. Josef in Königshofen für 1,88 Millionen Euro zu sanieren, soll nun ein Neubau für rund drei bis 3,5 Millionen Euro her. Der Vorteil: Es kann nach modernsten pädagogischen Anforderungen gebaut werden. Gleichzeitig bereitet sich die Stadt damit bestens auf die momentan wieder steigenden Geburtenzahlen vor. Der Einrichtung einer weiteren Gruppe steht damit also nichts im Weg, nachdem die katholische Kirche bereits signalisiert hat, bewusst keine weiteren Gruppen einzurichten, um sich auf die Qualität der bestehenden Betreuungsangebote zu konzentrieren.

Mit ihrem Beschluss pro Neubau haben sich die Stadträte jetzt klar positioniert, vor allem gegenüber der Kirche. Die schürt nämlich mit ihrer bisherigen Verweigerungshaltung, in einen Neubau mit umzuziehen, die Ängste beim Personal, den Arbeitsplatz zu verlieren. Kein Wunder deshalb, dass sich die Kindergartenleitung am Montag mit Vehemenz für eine Sanierung und gegen den Neubau aussprach.

Noch ist aber Zeit, die Basis für eine weitere Zusammenarbeit zu finden. Neue Gespräche und Verhandlungen wären nicht nur im Interesse der Erzieherinnen, sondern auch der Eltern und nicht zuletzt der Kinder, um die es ja eigentlich geht.