Lauda / Königshofen

Bürgerstiftung Benefizkonzert am Montag, 13. Januar, um 19 Uhr im Rathaussaal Lauda

Kammermusik für den guten Zweck

Lauda-Königshofen.Einen besonderen musikalischen Leckerbissen präsentiert am Montag, 13. Januar, um 19 Uhr im Rathaussaal in Lauda ein Streichquartett bei einem Benefizkonzert mit Kammermusik zu Gunsten der Bürgerstiftung Lauda-Königshofen.

Auf dem Programm stehen Franz Schuberts Streichquartett in D-Moll „Der Tod und das Mädchen“, Antonín Dvoráks Streichquartett in F-Dur „Amerikanische“ und das Notturno aus dem Streichquartett Nr. 2 von Alexander Borodin. Ausführende sind Letizia Motel (Violine), Michael Bänsch (Viola) und Max Müller-Reiter (Violine), jeweilige Stimmführer im Uniorchester Mannheim, sowie Paul Müller-Reiter (Violoncello), Konzertmeister beim Uniorchester in Göttingen. Max und Paul Müller-Reiter waren unter anderem bereits im Rahmen von Auftritten bei der Bürgerstiftung Lauda-Königshofen und Konzerten in Lauda zu hören.

Schuberts „Der Tod und das Mädchen“ zählt zu den späten Quartetten des österreichischen Komponisten, erschien posthum 1829 im Jahr nach dessen Tod und wurde erst 1833 in Berlin öffentlich uraufgeführt.

Der zweite Satz „Andante con moto“ ist eine Variationsreihe der Einleitung zu Schuberts früher geschaffenem Kunstlied „Der Tod und das Mädchen“, das auf ein gleichnamiges Gedicht des norddeutschen Lyrikers Matthias Claudius basiert. Als Schubert an diesem Streichquartett in d-Moll arbeitete, war das Thema Tod für ihn durch den Verlust mehrerer Geschwister und seiner Mutter sowie durch seine eigene schwere Krankheit bereits sehr präsent.

Dvorák komponierte das Quartett in F-Dur für zwei Violinen, Viola und Violoncello Opus 96 („Amerikanische“) im Sommer 1893 in den USA, wo er 1892 bis 1895 als Direktor des New Yorker National Conservatory of Music of America arbeitete. Es war seine zweite in Amerika entstandene Komposition und wurde an Neujahr 1894 in Boston uraufgeführt.

Alexander Borodin verfasste das Romantik-Streichquartett Nr. 2 in D Moll im Jahr 1881 als Widmung an seine Frau Jekaterina und Erinnerung an ihr Kennenlernen 20 Jahre zuvor in Heidelberg. In seinem warmen und gefühlvollen Werk scheint sich der St. Petersburger Komponist symbolisch mit dem Cello selbst und seine Frau Jekaterina mit der ersten Violine sowie ihre zunehmende und immer tiefer werdende Liebe darzustellen.

Die gemeinnützige und unabhängige Bürgerstiftung Lauda-Königshofen wurde 2013 neu gegründet. Ziel ist die Stärkung, Unterstützung und Förderung einer nachhaltigen Entwicklung sowie des Gemeinwohls und bürgerschaftlichen Engagements in der Stadt Lauda-Königshofen. Insbesondere sollen innovative, nachhaltige und gemeinnützige Ideen, Konzepte und Projekte gefördert werden. Seit ihrer Gründung konnten durch die Bürgerstiftung Lauda-Königshofen bereits zahlreiche Einrichtungen, Initiativen und Projekte in mehreren Stadtteilen begünstigt werden.

„Dazu ist die Bürgerstiftung aufgrund der Niedrigzinsphase und den dadurch bedingt nur eingeschränkten Erträgen aus den Stiftungseinlagen insbesondere auf die Generierung von Spendengeldern angewiesen“, unterstreicht der Vorsitzende Gerhard Glöckner. „Mit der Veranstaltung wollen die Akteure und wir daher sowohl die Bürgerstiftung Lauda-Königshofen noch weiter bekannt machen als auch weitere Spenden für deren Unterstützung von Projekten in den Stadtteilen generieren“, berichten Gerhard Glöckner sowie die beiden Vorstandskollegen Christian-Andreas Strube und Leo Köhler.

„Wir bedanken uns für das großzügige Angebot der vier musikalischen Künstlerinnen und Künstler“, hebt der Vorstand hervor. Zudem wird die Benefizveranstaltung durch die Stadt Lauda-Königshofen mit deren kostenfreien Verfügungsstellung des Rathaussaals unterstützt.

Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Für Schüler ist der Einritt kostenlos. pdw

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