Lauda / Königshofen

Goldene Hochzeit Josef und Hannelore Szabo heirateten bereits in jungen Jahren

Jugendliebe hält seit 50 Jahren

Marbach.Josef und Hannelore Szabo feierten vor wenigen Tagen ihre Goldene Hochzeit. Für das Ehepaar war dieses besondere Fest auch so etwas wie eine Genugtuung: „Das klappt sowieso nicht mit euch“, diesen Satz bekam das Paar oft zu hören, weil sie vor 50 Jahren in noch sehr jungem Alter heirateten.

Josef war damals Anfang 20, seine heutige Frau Hannelore erst 16 Jahre alt. „Ich brauchte damals sogar die Unterschrift meiner Eltern für die Hochzeit“, blickt die aus Neumünster stammende Hannelore, geborene Stein, zurück. Dazu kam noch erschwerend hinzu, dass die aus Ungarn stammende Familie des Mannes katholischen Glaubens war und die der Frau der evangelischen Kirche angehörte. Doch die Ehe hielt, zwei Töchter und drei Enkelkinder entstammen ihr.

Die Eltern von Josef Szabo mussten nach dem Zweiten Weltkrieg die Heimat Ungarn verlassen und kamen zunächst im Auffanglager in Gerlachsheim unter. Die Familie wurde dann in Messelhausen heimisch. Hannelore Szabo zog mit ihrer Familie aus Neumünster nach Edelfingen in das Taubertal, wo sie aufwuchs.

Im Sommer 1967 lernten sich die Jugendlichen auf einem Fest in Unterbalbach kennen. Dass es fortan zwischen den beiden immer mehr funkte, hatte auch mit einem „Alleinstellungsmerkmal“ von Josef Szabo zu tun, wie er preisgibt: „Ich war damals einer der wenigen, der ein Auto besaß. Es war ein Skoda Cabrio. Mit dem habe ich sie immer von der Schule abgeholt. „Ja, das hat mich schon beeindruckt“, gibt Hannelore Szabo zu.

Zwei Jahre später heiratete das junge Paar dann in der evangelischen Kirche in Edelfingen. „Das war für meine Mutter zunächst schon problematisch. Ungarn ist ja ein hochkatholisches Land“, erklärt Josef Szabo. Diese „Hürde“ war aber bald kein Thema mehr und Hannelore Szabo pflegte eine sehr gute Beziehung mit ihrer Schwiegermutter.

Fußball, Fußball und noch mal Fußball – danach richtete sich der Freizeitplan der Familie Szabo. Beim VfB Messelhausen baute Josef Szabo die Jugendabteilung auf, trainierte gleich mehrere Mannschaften, später gründete er auch eine AH-Mannschaft und machte den Schiedsrichter-Schein. „Meine Frau hat alles mitgemacht und stand immer hinter mir“, sagt der sportbegeisterte Josef Szabo dankbar.

Der Ehemann gab aber auch zurück: „In meinen letzten Arbeitsjahren war Josef schon in Rente und der Haushalt war immer schon größtenteils gemacht, als ich mittags nach Hause kam.“ Heute genießen die beiden ihr Rentnerdasein. „Wir sind viel mit unserem Wohnmobil unterwegs, fahren oft nach Ungarn oder besuchen unsere Tochter, die nach Kanada ausgewandert ist. Ihre schönste Reise führte die Szabos nach Skandinavien. Mit ihrem Wohnmobil bereisten sie Schweden, Finnland, das Nordkap und Norwegen. „Das ist für mich mit Abstand das Schönste, was man erleben kann“, hält Josef Szabo fest.

Noch viel vor

Auch in den nächsten Jahren hat das Ehepaar noch viel vor. „Wir fühlen uns nicht so alt“, meint Hannelore Szabo. Ich hoffe, dass wir noch die nächsten 20 Jahre gesund erleben“ , fügt Josef Szabo hinzu. Als nächstes steht für die beiden ihre nachträgliche Feier anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit an.

Die Fränkischen Nachrichten schließen sich den Glückwünschen an und wünschen dem Jubiläumspaar alles Gute.

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