Lauda / Königshofen

Kommunalpolitik Gemeinderat gründet Arbeitsgruppe zur besseren Beteiligung

Jugendliche stärker einbinden

Archivartikel

Lauda-Königshofen.Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an kommunalen Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, hat sich der Gemeinderat Lauda-Königshofen seit kurzem auf die Fahnen geschrieben. Die Gemeindeordnung hält seit 2015 einen entsprechenden Paragrafen bereit.

Wie Marco Hess, Vorsitzender der CDU-Fraktion, am Montagabend erklärte, hätten junge Leute in der Stadt reges Interesse an der politischen Auseinandersetzung. Über die Junge Union sei deshalb ein Antrag dieser Jugendlichen an die CDU-Fraktion herangetragen worden, der von vielen Jugendlichen „unterschiedlichster Couleur“ unterschrieben worden sei.

Hess schlug deshalb vor, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten, bei dem auch die Schulen mit ins Boot geholt werden sollten.

Die Stadtverwaltung hatte bereits vorgeschlagen, als ersten Schritt ein Jugendforum zu organisieren, das sich im jährlichen Turnus wiederholt. Dabei haben die Kinder- und Jugendlichen die Gelegenheit, sich zu ihren Themen mit Bürgermeister, Stadträten und Verwaltung auszutauschen. Die Einbeziehung der Gemeinderatsfraktionen ermögliche dabei die direkte Vernetzung mit der politischen Ebene, so dass die Ideen, Wünsche und Anregungen der Kinder und Jugendlichen in die Gremienarbeit aufgenommen werden können. Ergänzend käme auch eine Beteiligungsmöglichkeit auf Ortschaftsebene unter Leitung der Ortsvorsteher bzw. des Ortschaftsrates in Betracht.

In Lauda-Königshofen hatte es bereits von 1995 bis 2001 einen Jugendgemeinderat gegeben. Mangels ausreichender Bewerberzahlen kam aber nach der dritten Wahlperiode 2001 keine weitere Wahl zustande und der Jugendgemeinderat wurde wieder aufgelöst. Im Moment gibt es keine formelle Jugendvertretung in Lauda-Königshofen.

Hubert Segeritz von der Freien Bürgerliste schlug ebenfalls vor, die Schulen mit einzubeziehen und hier vorrangig die Gemeinschaftskundelehrer.

Der Gemeinderat beschloss nun, aus Mitgliedern des Gemeinderates und der Stadtverwaltung eine kleine Arbeitsgruppe zu bilden, die nun unter Einbindung von Jugendlichen eine offene Beteiligungsform erarbeitet. thos

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