Lauda / Königshofen

Katholische Kirche Erzbischof Stephan Burger weiht den Laudaer Tobias Herzog zum Priester

„Jesus Christus besser kennenlernen“

Archivartikel

Lauda/Freiburg.„Gott zieht mich zum Dienst für ihn und die Menschen“, sagt Tobias Herzog aus der Pfarrei St. Jakobus in Lauda im Dekanat Tauberbischofsheim. Zu dieser persönlichen Überzeugung will er sich öffentlich bekennen: Zusammen mit zwei weiteren Männern wird er am Sonntag, 20. September, um 14.30 Uhr im Freiburger Münster von Erzbischof Stephan Burger zum Priester geweiht.

Der Gottesdienst wird im Internet auf www.ebfr.de/livestream sowie auf www.facebook.com/erzdioezese.freiburg und www.youtube.com/user/erzbistumfreiburg übertragen.

Tobias Herzog entdeckte bei einer Firmfahrt nach Assisi sein Interesse für den Glauben: „Für mich kam die Frage auf, was Gott wohl mit meinem Leben vorhat“, sagt er. Mit 17 Jahren wurde er in seiner Heimatgemeinde Ministrant, engagierte sich in der dortigen Kolpingjugend und entdeckte das Pilgern mit Gleichgesinnten für sich: „Die Gemeinschaft von glaubenden Menschen in der Pfarrei und bei den Ministranten wie auch das Miteinander in der Kolpingjugend haben mich insgesamt sehr geprägt.“

Vor seinem Abitur entwickelte sich der Wunsch bei Tobias Herzog, Theologie zu studieren und Priester zu werden und er bewarb sich im Priesterseminar: „Nicht, weil ich felsenfest wusste, dass das auf jeden Fall meine Berufung ist – sondern weil ich die Frage klären wollte, ob Gott mich zu diesem Dienst ruft.“ Unterstützung erfuhr er dabei auch in seiner geistlichen Gemeinschaft, der aus Frankreich stammenden „Gemeinschaft vom Lamm“, mit der er auch als Priester verbunden bleiben möchte.

Tobias Herzog trat ins Priesterseminar Collegium Borromaeum in Freiburg ein und nahm an der örtlichen theologischen Fakultät sein Studium auf. Zwei Auswärtssemester verbrachte er an der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt. Er sammelte im Praxissemester in der Seelsorgeeinheit Baden-Baden-Oos und in der ersten Etappe des Pastoralkurses in der Seelsorgeeinheit Konstanz-Petershausen pastorale Erfahrungen, die er in seinem Diakonatsjahr in der Seelsorgeeinheit An der Glotter weiter vertiefte. Ebenso arbeitete er als Diakon in den Seelsorgeeinheiten Mittlerer und Oberer Hegau.

Glaube bedeutet für ihn, „die Beziehung zu Gott zu pflegen und Jesus Christus immer besser kennenzulernen. Er ist der Bezugspunkt, zu dem ich mein Leben in Beziehung setze.“ Diese Haltung bekräftigt Tobias Herzog mit seinem Primizspruch: „Christus, Du bist meine Hoffnung, mein Friede, mein Glück, all mein Leben.“ (aus dem Gebet „Christus, göttlicher Herr“ von Alphanus von Salerno). Er bemüht sich ein Leben zu führen, das den Haltungen entspricht, die Jesus vorgelebt hat: Im Dienst an den Menschen ist ihm deshalb Mitmenschlichkeit, Interesse am Gegenüber und Bodenständigkeit wichtig.

Zu Beginn der Weiheliturgie werden die Kandidaten vorgestellt. Der Regens richtet die Bitte an den Erzbischof, den Diakonen die Priesterweihe zu spenden. Nach dem Wortgottesdienst bekunden die Kandidaten vor der Gemeinde ihre Bereitschaft zur Übernahme dieses geistlichen Amtes und versprechen dem Erzbischof und seinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam. Anschließend leitet die Allerheiligenlitanei, das Gebet der Gemeinde, zur eigentlichen Weihe über: Der Erzbischof und nach ihm weitere bei der Weihe anwesende Priester legen den Kandidaten in Stille die Hände auf.

Nach dem anschließenden Weihegebet des Erzbischofs folgen die sogenannten ausdeutenden Riten: das Bekleiden mit dem Messgewand, die Salbung der Hände mit Chrisam, das Überreichen von Kelch und Hostienschale für die Feier der Eucharistie sowie der Friedensgruß. Danach feiern die neugeweihten Priester zusammen mit dem Erzbischof die Eucharistie.

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie werden die Riten in diesem Jahr unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln entsprechend angepasst. pef

Zum Thema